Alpenlaendischer Bauerntopf Titel

Alpenländischer Bauerntopf mit Kartoffeln, Waldpilzen und Speck

Manchmal braucht es einfach ein Essen, das wärmt, satt macht und dabei nach Heimat und Wohlfühlküche schmeckt. Und dieses Bauerntopf Rezept ist genau das!
Kartoffeln, Speck, Waldpilze und ein paar frische Gemüsesorten wie Lauch und Karotten – mehr braucht es gar nicht, um eine richtige Hausmannskost auf den Tisch zu zaubern.

Bei uns daheim gab es solche Eintöpfe gerne mal am Wochenende. Da waren wir oft draußen in der Natur unterwegs, ob beim Schwammerl suchen im Wald, beim Herbstspaziergang an der Isar oder einfach nur im Garten – und wenn alle durchgefroren und hungrig wieder reinkamen, stand so ein dampfender Eintopf schon bereit. Der Duft allein hat uns an den Tisch gelockt und der Hunger von der ganzen frischen Luft natürlich auch.

Die Kombination aus würzigem Speck und den wunderbaren Waldpilzen erinnert mich sofort an die beginnenden Herbsttage daheim. Dazu die Kartoffeln, die das Ganze schön sättigend machen – ein Gericht, das sich fast von selbst kocht und doch voller Geschmack steckt.

Besonders im Herbst, wenn die Wälder voll mit Steinpilzen, Maronen oder Reherln sind, hat so ein Bauerntopf seinen großen Auftritt. Die frischen Pilze bringen nicht nur ein tolles Aroma mit, sie machen das Gericht auch zu einem Stück wahrer Saisonküche. Wer keine eigenen Schwammerl sammelt, findet auf dem Markt eine schöne Auswahl – und schon beim Kochen kommt dieser unverwechselbare Duft von Wald und Herbst in die Küche.

Und weil dieses Bauerntopf Rezept nicht nur rustikal, sondern auch praktisch ist: Alles gart in einem Topf – das heißt weniger Arbeit und viel Geschmack, bleibt auch mal genug Zeit für ein Glas Wein, während der Bauerntopf leise vor sich hin köchelt.
Ein Stück alpine Hausmannskost, das einfach geteilt und nachgekocht werden muss.

Das Rezept ist für 4 Portionen

So gelingt Euch der Kartoffel Speck Eintopf Schritt-für-Schritt

Alpenlaendischer Bauerntopf Titel

Bauerntopf mit Kartoffeln, Pilzen und Speck – rustikales Herbst-Rezept

5 von 1 Bewertung
Dieser alpenländische Bauerntopf vereint würzigen Speck, aromatische Waldpilze und sättigende Kartoffeln in einem herzhaften Eintopf, der speziell in der Herbstsaison überzeugt. Ein rustikales, aromatisches Gericht, das perfekt als Hauptmahlzeit an kühleren Tagen schmeckt. Frisches Gemüse, Pilze aus dem Wald sowie kräftige Gewürze machen diesen Bauerntopf zu einem klassischen Wohlfühlrezept.
Nadine von Mogntratzerl
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Eintopf, Hauptgericht, Hausmannskost, One-Pot Gericht
Küche: Alpenküche, Bayerische Küche, Deutsche Küche, Herbstküche
Calories: 480

Zutaten
  

  • 1,6 kg Kartoffel festkochend
  • 400 g Karotten
  • 200 g Baconwürfel
  • 300 g Waldpilze gemischt
  • 2 Knoblauchzehen groß
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • 10 g getrocknete Pilze
  • 1 EL Butterschmalz
  • 200 ml Rotwein
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 200 g Schmand
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Paprika rosenscharf
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Rosmarin
  • 1 TL Oregano
  • 1 Prise Chili

Kochutensilien

  • großer Topf

Zubereitung
 

  1. Karotten schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden.
    Zwiebeln geschnitten
  2. Lauch halbieren, waschen und in Streifen schneiden. Bacon würfeln und alles zur Seite stellen.
    Lauchzwiebeln geschnitten
  3. Kartoffeln schälen und in ca. 2 cm Würfel schneiden.
    Kartoffeln geschnitten
  4. Pilze mit einer Pilzbürste säubern und in ca. 0,5 cm Stücke schneiden und ebenfalls zur Seite stellen.
    Waldpilze geschnitten
  5. In einem großen Topf Butterschmalz schmelzen und die Zwiebeln sowie Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
    Zwiebel und Knoblauch anbraten
  6. Die Baconwürfel hinzugeben und ca. 3-5 Minuten mit anbraten. Die Karotten hinzugeben und ebenfalls 5 Minuten mitbraten. Jetzt die frischen Pilze hinzugeben und ca. 4 Minuten anbraten.
    Alles mit Rotwein ablöschen und etwas einreduzieren lassen.
    Karotten anbraten
  7. Nun die Kartoffelstücke, den Lauch sowie die getrockneten Pilze hinzugeben. Alles mit Gemüsebrühe angießen.
    Waldpilze anbraten
  8. Nun den Eintopf zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze abgedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen, überprüfen, ob die Kartoffeln gargekocht sind. Ansonsten die Kochzeit verlängern, bis die Kartoffeln gar sind.
    Bauerntopf mit Rotwein aufgiessen
  9. Bauerntopf von der Hitze nehmen und den Schmand langsam unterrühren.
    Zum Schluss den Bauerntopf mit Salz, Pfeffer, Paprika rosenscharf, Knoblauchpulver, Rosmarin, Oregano und etwas Chili würzen.
    Schmand in den Bauerntopf geben

Nährwerte

Calories: 480kcal

Notizen

Ihr könnt mit dem Gemüse auch ein wenig variieren, versucht mal Knollensellerie oder Pastinaken als zusätzliches Gemüse. Ihr möchtet mehr Pilzaroma in Euren Eintopf, dann könnt Ihr auch noch etwas Steinpilzpulver hinzugeben, dies intensiviert den Geschmack.

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Alpenlaendischer Bauerntopf

Wissenswertes & kleine Extras zum Bauerntopf

Ihr möchtet mehr Fleisch als nur Speck haben, dann bratet mit dem Speck nochmal 250g Hackfleisch an und führt das restliche Rezept wie oben aus, so habt Ihr nochmal etwas mehr Fleisch in Eurem Bauerntopf, falls Ihr das möchtet. Und wenn Ihr überhaupt keine Waldpilze gefunden habt oder keine im Supermarkt kaufen konntet, könnt Ihr entweder getrocknete Pilze verwenden, diese vorher im warmen Wasser aufquellen lassen und den Sud dann ebenfalls in den Bauerntopf geben, das gibt zusätzlichen Geschmack, oder Ihr könnt auch Champignons und Austernpilze als Alternative verwenden. Ihr möchtet lieber eine vegetarische Variante? Dann lasst den Speck einfach weg und verwendet etwas mehr Pilze, oder insofern Ihr das mögt geräucherten Tofu.
Aufgewärmt schmeckt der Bauerntopf mit Waldpilzen fast noch besser, also gerne einfach am Tag vorher kochen und am nächsten Tag einfach aufwärmen. Im Kühlschrank hält sich der Bauerntopf gute 2-3 Tage.

Warum Eintöpfe in der alpinen Küche so beliebt sind.

Ein Bauerntopf ist im Grunde ein klassisches One Pot Gericht, oder eben auf Deutsch gesagt ein Eintopf – alles kommt in einen Topf, die Aromen verbinden sich beim Schmoren und am Ende entsteht ein herzhaftes Essen das gerne auch als Wohlfühlküche beschrieben wird.

Gerade in der traditionellen Alpenküche waren solche Gerichte praktisch: wenig Arbeit, sättigend und nahrhaft für lange Tage draußen. Denn früher wurde viel in einem großen Kessel gekocht – praktisch für Familien, aber auch für die Arbeit auf dem Feld oder in den Bergen.

Auch heute sind solche Gerichte nicht nur unkompliziert, sondern bringen richtig viel Geschmack auf den Teller. Wenn Kartoffeln, Gemüse, Speck und Pilze zusammen garen, entsteht ein aromatischer Sud, der die Zutaten perfekt verbindet. Das macht den Bauerntopf so besonders – er lebt von wenigen, guten Zutaten, die sich im Topf miteinander vereinen.

Ein weiterer Vorteil: One Pot Rezepte sparen Zeit und Abwasch, denn wie der Name schon sagt, man braucht nur einen Topf. Gerade unter der Woche, wenn es schnell gehen muss, sind sie eine einfache Lösung, ohne auf Genuss zu verzichten. Gleichzeitig eignen sie sich hervorragend für Gäste, weil man nicht ständig in der Küche stehen muss – der Topf köchelt, während man sich ganz entspannt mit seinen Gästen unterhalten kann.

Damit passt ein Bauerntopf auch perfekt in die heutige Küche: rustikal, unkompliziert und trotzdem voller Geschmack. Eine Verbindung von Tradition und Alltagstauglichkeit, die nicht nur in der Alpenküche funktioniert, sondern auch in der hektischen Arbeitswelt heutzutage ihren Platz hat.

Bauerntopf Rezept
Alpenlaendischer Bauerntopf mit Waldpilzen Slider

Waldpilze bringen den Geschmack des Herbstes

Waldpilze sind eine ganz besondere Zutat, nicht nur weil sie ein unverwechselbares Aroma mitbringen, sondern weil wenn man sich auskennt auch seinen eigenen Anteil an Nahrungsmittel Suche mit einbringen kann. Für meinen Papa und mich war es immer was ganz Besonderes in den Wald zu gehen und Schwammerl zu suchen. Ein bisschen Ruhe und Frieden abseits des hektischen Alltags, zwar war die Suche nicht immer von Erfolg gekrönt, aber die gemeinsame Zeit war mit nichts auf der Welt aufzuwiegen.

Wenn wir unterwegs waren, haben wir meistens Steinpilze, Maronen oder manchmal auch Pfifferlinge gefunden, diese haben einen unverwechselbaren erdigen, leicht nussigen Geschmack, der ein Gericht sofort in die herbstliche Küche hebt. Gerade in Kombination mit Speck und Kartoffeln sorgen sie für Tiefe und Wärme im Bauerntopf.

In der Alpenküche gehören Schwammerl seit jeher dazu. Viele Familien, wie auch ich, verbinden damit Kindheitserinnerungen – das Sammeln im Wald, das Sortieren der Körbe und später das Putzen am Küchentisch. Wer selbst Pilze sammelt, weiß, dass es dabei nicht nur ums Essen geht, sondern auch um ein Stück Naturerlebnis.

Wer keinen Zugang zum Wald hat, muss dennoch nicht auf den wunderbaren Geschmack von Waldpilzen verzichten. Auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt gibt es eine schöne Auswahl an frischen Pilzen, besonders im Herbst.
Auch getrocknete Pilze sind eine super Alternative: Einmal eingeweicht, geben sie einen intensiven Sud, der dem Bauerntopf zusätzliche Würze verleiht.

So wird aus dem Bauerntopf nicht nur ein einfaches Gericht, sondern ein echtes Stück Saisonküche. Mit Waldpilzen bekommt er das gewisse Etwas, das ihn von einem klassischen Eintopf unterscheidet – aromatisch, erdig und mit einem Hauch von Alpenwald im Teller.

Das Rezept ist für 4 Portionen.

Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen

Nützliche Küchentipps für einen gelungenen Bauerntopf

Ihr könnt mit dem Gemüse auch ein wenig variieren, wenn Ihr etwas Abwechslung haben möchtet.
Versucht doch auch mal Knollensellerie oder Pastinaken als zusätzliches Gemüse in dem Eintopf, diese beiden Gemüsesorten passen wunderbar zu der erdigen Note der Waldpilze. Ihr möchtet mehr Pilzaroma in Euren Eintopf, dann könnt Ihr auch noch etwas Steinpilzpulver hinzugeben, dies intensiviert den Geschmack. Ihr mögt den Bauerntopf lieber etwas cremiger? Dann bindet ihn mit etwas Speisestärke in Wasser aufgelöst nochmal ab.

Alpenlaendischer Bauerntopf
Alpenlaendischer Bauerntopf Rezept

Passende Getränke zum alpenländischen Bauerntopf Rezept

Und absolut gibt es auch toll passende Getränke zu dem Bauerntopf Rezept. Versucht doch mal einen Rotwein dazu, hier vielleicht einen Zweigelt aus Österreich oder Spätburgunder aus Baden? Am besten verwendet Ihr zum Ablöschen des Eintopf genau den Wein, den Ihr auch später dazu trinkt. Wer es lieber leichter mag und Weißwein bevorzugt, kann einen grünen Veltliner oder einen fruchtigen Riesling dazu trinken. Keinen Wein lieber ein Bier? Dann trinkt ein Märzen oder ein Dunkles Bier dazu, beide passen sehr gut zu deftiger Hausmannskost. Lieber etwas alkoholfreies, dann eine klassische Apfelschorle oder eine Holunderschorle dazu probieren. Und wenn es zum Abschluss ein kleiner Schnaps sein darf, dann rundet so ein Willi einen gemütlichen Abend auf alle Fälle ab.

Ähnliche Rezepte aus der Alpenküche entdecken

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Häufige Fragen rund um den Bauerntopf

Kann man den Bauerntopf auch im Slow Cooker oder Dutch Oven zubereiten?

Ja, der Bauerntopf eignet sich perfekt für den Slow Cooker oder den Dutch Oven. Durch das langsame Schmoren bei niedriger Temperatur können sich die Aromen intensiver entfalten und das Fleisch bzw. der Speck geben ihr Aroma besonders gut an die Kartoffeln und das Gemüse ab. Im Dutch Oven über offenem Feuer wird der Bauerntopf zudem zu einem richtigen Outdoor-Erlebnis – ideal für gemütliche Abende im Freien.

Lässt sich der Bauerntopf einfrieren?

Ja, Ihr könnt den Bauerntopf problemlos einfrieren – am besten in Portionen, sodass er sich später leichter auftauen lässt. Kartoffeln werden nach dem Einfrieren zwar etwas weicher in der Konsistenz, aber der Geschmack bleibt erhalten. Beim Aufwärmen empfiehlt es sich, die Suppe langsam auf kleiner Flamme zu erhitzen und eventuell mit etwas Brühe oder Sahne aufzufrischen.

Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für den Bauerntopf?

Für den Bauerntopf sind festkochende Kartoffeln wie Sieglinde, Nicola oder Annabelle ideal, weil sie beim Schmoren ihre Form behalten und nicht zerfallen. Wer es etwas sämiger und cremiger mag, kann auch auf vorwiegend festkochende Sorten zurückgreifen. So bleibt die Basis angenehm stückig, während sich die Stärke leicht mit der Sauce verbindet.
Saftiges Kalbsrahmgulasch
Wiener Reisfleisch
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Hirschgulasch mit Pfifferlingen
Nadine
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„Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen“ Dalai Lama
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