Omas Johannisbeer-Gugelhupf ist für mich mehr als nur ein Kuchen – er ist ein Stück Heimat und Kindheit, wie so viele Kuchenrezepte bei mir. Saftig, fruchtig und mit einem Hauch von Zitrone, erinnert er an die wunderbaren Momente aus Omas Küche.
Der Duft von frisch gebackenem Kuchen versprach immer puren Genuss. Perfekt für die nächste Kaffeetafel oder als süße Überraschung zum Familienfest – dieser Gugelhupf darf nicht in der Back-Sammlung von meiner Oma fehlen.
Die Kombination aus luftigem Rührteig und den frischen, leicht säuerlichen Johannisbeeren macht diesen Kuchen zu einem echten Highlight und der kleine Schluck Rum hat sein Übriges getan! Also nicht das Ihr jetzt denkt, dass ich als Kind schon betrunken durchs Haus gerannt bin. Es war halt damals einfach anders, da soll jetzt jeder davon halten, was er möchte. Ich bin dennoch groß geworden.
Egal, ob Ihr den Kuchen nach diesem klassischen Rezept backt oder ihn mit Eurem eigenen Twist verseht – dieser Johannisbeer-Gugelhupf sorgt garantiert für strahlende Gesichter bei deinen Gästen.
Also lasst Euch von meiner Oma inspirieren!
Inhaltsverzeichnis
Woher kommt der Gugelhupf eigentlich?
Ein Gugelhupf ist ein sehr traditionelles Gebäck aus dem deutschsprachigen Raum. Was jedoch mittlerweile in vielen Ländern Europas bekannt ist und seine eigenen Varianten hat. Insbesondere jedoch in Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich, wo er auch Savarin genannt wird.
Das Wort Gugelhupf hat seinen Ursprung im Mittelhochdeutschen und setzt sich aus den Wörtern „gugel“ (Kapuze) und „hupf“ (Hügel) zusammen. Wahrscheinlich beruht der Name sich auf die typische Form des Gugelhupfs beziehen, die mit einer Mulde in der Mitte aussieht wie ein Hügel oder eine umgedrehte Kapuze. In anderen Regionen wird der Gugelhupf auch als „Napfkuchen“ bezeichnet, was auf die Form hinweist. Und in Bayern schnell und „gschlampert“ ausgesprochen wird auch gerne mal das „e“ weggelassen und Guglhupf genannt.
Besonders in der Alpenküche, also in Regionen wie Bayern, Österreich und Südtirol ist der Gugelhupf eine beliebte Kuchenform und wird gerne traditionell zu Festen und als Familiengebäck gebacken.
Im Laufe der Zeit hat der Gugelhupf viele Variationen erfahren, sowohl mit Hefe als auch mit Rührteig. Er wird nicht nur in der klassischen Variante mit Nüssen oder Früchten zubereitet, sondern auch in verschiedenen regionalen Varianten, die von Schokolade bis zu Zitronen reichen. Mit der bekannteste seiner Zunft wird wohl der klassische Marmorkuchen sein.
Die Kraft von frischen Johannisbeeren
Johannisbeeren bringen nicht nur eine erfrischende Säure in den Kuchen, sondern auch wertvolle Nährstoffe. Die Saison von Johannisbeeren geht in der Regel von Juni bis Juli, wenn Ihr sie selber pflücken möchtet. Ansonsten bekommt man sie fast den ganzen Sommer im Supermarkt.
Diese kleinen roten Beeren sind reich an Vitamin C, Antioxidantien und Ballaststoffen – perfekt für alle, die ihren Kuchen mit einer extra Portion Frische und Gesundheit verfeinern möchten. Der fruchtige Geschmack der Johannisbeeren harmoniert perfekt mit dem saftigen Teig und verleiht dem Gugelhupf eine angenehme Leichtigkeit. Zudem kann man die Beeren je nach Saison selbst ernten, was dem Rezept noch einen besonders regionalen Charme verleiht.
Wenn Ihr Johannisbeeren in größeren Mengen habt, dann könnt Ihr sie gut einfrieren und sie dadurch gut haltbar machen. Zum Einfrieren sollten die Beeren vorher gewaschen und trocken getupft werden. Alternativ kann man Johannisbeeren natürlich auch gut einkochen. Beim Einkochen entsteht eine leckere Marmelade, die hervorragend zum Frühstück passt oder ebenfalls als Topping für den Gugelhupf verwendet werden kann.
Das Rezept ist für 1 Gugelhupf (ca. 12 Stücke).

Zutaten für Omas Johannisbeer-Gugelhupf
Zeitangaben
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 50 Minuten
Einkaufsliste für den Gugelhupf
- 250g Johannisbeeren (rot)
- 200g weiche Butter + etwas zum Einfetten der Form
- 180g Zucker
- 4 Eier
- 15g Vanillezucker
- 1 Vanilleschote (Mark)
- Zeste 1 Bio-Zitrone
- 200ml Sahne
- 3 EL Rum
- 280g Mehl
- Salz
- 15g Backpulver
- 1 Päckchen Vanillepudding Pulver
- Semmelbrösel
- 130g Puderzucker
- 3-4 EL frisch gepresster Zitronensaft



















So wird Omas Johnnisbeer-Gugelhupf zubereitet
Die Gugelhupfform ordentlich mit Butter ausfetten, so dass alles gut bedeckt ist. Anschließend Semmelbrösel in die Form geben und sie gut darin verteilen, so dass alles mit Butter und Brösel bedeckt ist. Die vorbereitete Gugelhupf Form zur Seite stellen.
Die Johannisbeeren gut waschen und am einfachsten mit einer Gabel von der Rispe entfernen/streifen, alternativ könnt Ihr die Johannisbeeren natürlich auch von der Rispe abzupfen. In eine kleine Schüssel geben und beiseitestellen.
Die Eier in 2 Schüsseln trennen. Die Schüssel mit dem Eigelb kurz zur Seite stellen und das Eiweiß entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät steif schlagen.
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Zu dem Eigelb Butter in Stücken, Zucker und Vanillezucker geben und ebenfalls wieder in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät aufschlagen, bis die Farbe sehr hellgelb wird. Dies kann gut 5 Minuten dauern.
Die Sahne, den Rum, das Mark einer Vanilleschote und die abgeriebene Zitronenschale (Zeste) einer Bio-Zitrone hinzugeben und ebenfalls unterrühren.
Jetzt das Mehl in den Teig sieben sowie eine Prise Salz, das Vanillepuddingpulver und das Backpulver hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Zum Schluss die Johannisbeeren und das steif geschlagene Eiweiß nur noch vorsichtig unterheben. Dies geht am einfachsten mit einem Teigschaber oder einem Schneebesen.
Jetzt den Teig in die vorbereitete Form geben und die Form 2-3 mal auf die Arbeitsfläche klopfen, so dass sich der Teig glatt verteilt und keine Luftlöcher entstehen. Nun im Backofen 50-60 Minuten backen.
Wenn der saftige Gugelhupf fertig gebacken ist aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auskühlen lassen.
Den Johannisbeer-Gugelhupf dann vorsichtig aus seiner Form stürzen und am besten auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Für die Glasur Puderzucker mit dem Zitronensaft vermischen und dann über den erkalteten Gugelhupf geben und fest werden lassen.
Jetzt könnt Ihr den Kuchen noch nach Lust und Laune dekorieren.

Anmerkungen von mir
Du kannst den saftigen Gugelhupf natürlich auch mit anderen Beeren zubereiten. Himbeeren, Blaubeeren oder Stachelbeeren wären ebenfalls eine tolle Variante. Je nach süße der Johannisbeeren kannst Du die Zuckermenge im Teig natürlich anpassen. Sollten die Beeren sehr sauer sein, könntet ihr die Zuckermenge vielleicht sogar ein wenig erhöhen. Du möchtest keine Glasur auf den Kuchen? Lass sie weg und gib vielleicht nur noch ein wenig Puderzucker für die Optik auf Deinen Kuchen. Allerdings sollte sowohl für die Glasur als auch für den Puderzucker wirklich gut ausgekühlt sein.
Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen
Tipps & Tricks für den perfekten Johannisbeer-Gugelhupf
Ganz wichtig ist wirklich die Form am Anfang überall einzufetten und die mit den Semmelbröseln auszukleiden, so bekommt Ihr Euren Gugelhupf am einfachsten wieder aus der Form. Sollte er sich nicht einfach lösen lassen, die Form vorsichtig auf der Arbeitsplatte klopf und dann stürzen. Den Kuchen vorher unbedingt kurz auskühlen lassen, so kann sich der Kuchen zuerst ein wenig „setzten“.
Solltest Du eine Silikonform verwenden sollte sich der Gugelhupf generell leichter lösen lassen.
Deine Johannisbeeren sollen sich schön im Kuchen verteilen? Dann wälze sie kurz im Mehl, bevor Du Sie in den Teig gibst, so sinken sie langsamer ab.
Die besten Getränke zum saftigen Gugelhupf
Ein klassischer frisch gebrühter Kaffee passt natürlich optimal zu so einem Gugelhupf, vielleicht sogar mal einen Espresso dazu trinken. Wer keinen Kaffee mag, der kann natürlich auch Tee dazu trinken, hier würde ich einen klassischen schwarzen Tee oder einen Beeren-Früchtetee zu empfehlen. Und sind wir doch mal ehrlich, eine Tasse heiße Schokolade geht natürlich auch immer dazu, vielleicht gebt Ihr sogar noch einen Hauch von Zimt oder Vanille in den Kakao, ist mal eine tolle Abwechslung und passt wunderbar zum Kuchen.
Ein Treffen mit den Ladies? Dann sollte auf alle Fälle ein Glaser Prosecco dazu gereicht werden, der passt nämlich auch ganz wunderbar zu der Johannisbeere.
Weitere süße Klassiker aus Omas Küche
Ein Klassiker für mich und ein echter Kuchen meiner Kindheit ist der Käsekuchen meiner Oma, den gab es für mich zu jedem Geburtstag! Oder versucht mal den Himbeerkuchen, ein tolles Rezept wenn es mal fruchtig sein darf. Ein Strudel gefällig? Dann versucht mal den leckeren Rhabarber-Quark-Strudel – einfach, unkompliziert und mega lecker. Wenn es noch mehr Rhabarber sein darf, dann versucht auch mal die Tarte mit Pudding und Rhabarber. Ein Kuchen mit Apfel und Wein gefällig? Dann probiert auch mal Omas Apfel-Wein-Kuchen. Für die Herbstzeit soll auch noch was dabei sein? Dann müsst Ihr den Zwetschgen-Holunder-Datschi probieren. Und ein wahrer Klassiker darf natürlich auch nicht fehlen die Sachertorte aus Wien von Andreas Oma.
Häufig gestellte Fragen zum Johannisbeer-Gugelhupf
In einer luftdichten Dose kann der Johannisbeer-Gugelhupf bei Raumtemperatur 3-4 Tage stehen bleiben, im Kühlschrank gelagert hält der Kuchen ein klein wenig länger.
Ja man den Teig auch für Mini Johanissbeer-Gugelhupf verwenden. Allerdings verkürzt sich hier die Backzeit. Am besten regelmäßig mit einem Holzstab testen, ob der Teig noch kleben bleibt.
Ja, Ihr könnt auch tiefgekühlte Johannisbeeren verwenden. Allerdings müssen diese vor Verwendung sehr gut abzutropfen, damit Ihr nicht zu viel Feuchtigkeit in den Teig bekommt.




