Inhaltsverzeichnis
Die Zeiten sind längst vorbei, wo man „nur“ Würstel mit Salat gegrillt hat. Kaum eine Küche ist abwechslungsreicher! Meist reicht mir ein Sommer gar nicht aus, um alles zu probieren, was ich testen wollte. Ob verschiedene Steaks, Fisch, Wurst (Käsegriller), Gemüse, Obst, Desserts oder Brot – alles kann auf den Grill. Dazu schöne Salate, Saucen, Butter,…
Im letzten Jahr habe ich erstmalig etwas Neues ausprobiert, nämlich Bratwürstel selber machen. Das Ergebnis war sensationell, hätte ich nicht gedacht! Das Schöne daran ist, dass man die Würstel genau nach seinem Geschmack würzen kann! Ich habe einen Teil davon eingefroren, so dass wir auch im Winter noch welche zum Wintergrillen hatten. Wichtig dabei ist, auf gute Fleischqualität zu achten – geht am besten zum Metzger eures Vertrauens – und schnell zu verarbeiten, damit sich keine Keime bilden.

Als ich damals den Entschluss gefasst hatte, Würstel selber zu machen, recherchierte ich etwas im Internet, aber ich fand nicht so richtig das passende Rezept, außerdem musste ich ja um das Wursten herum noch das ein oder andere wissen. Durch Zufall stieß ich dann auf das Buch „Meine eigene Bratwurst“ vom Peggy Triegel Verlag. Ich bestellte es natürlich gleich und konnte es kaum erwarten bis es da war.
Von außen ist das Buch eher unspektakulär und hat einen leichten Heftcharakter. Aber wie so oft sollte man nicht immer nach dem Äußeren gehen, denn der Inhalt ist genial. Man wird nämlich auf gute Art und Weise in die Welt des Wurstens eingeführt. Dabei sind die Texte zielgerichtet, einfach zu verstehen und nicht zu lang. Man muss sich also nicht durch zahllose Infos und Schnörkel arbeiten, die man eigentlich nicht braucht. Hat man die Grundlagen drauf, geht es los mit den Rezepten. Und das sind echt viele (ca. 72 Stück). Da ist für jeden was dabei!
Das Rezept für die Käsegriller selbst ist einfach gehalten und extrem kurz – in der Kürze liegt die Würze. Als ich mir das Fleisch so anschaute, kam mir das schon sehr fettig vor – vor allem mit dem Schulterspeck. Aber Augen zu und durch – erst mal probieren und sollte mir das Rezept zu fett sein, kann ich ja beim nächsten Mal auch mageres Fleisch nehmen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass man das Fett wirklich braucht, damit die Würstchen bei der Zubereitung nicht zu trocken werden. Die angegebene Würzmischung sorgt für ein harmonisches Geschmackserlebnis. Alles in Allem hat die Zubereitung gut funktioniert und der Darm ist kein einziges Mal gerissen.
Material für 2 kg Bratwurst
Fleisch für die Käsegriller
- 1,0kg Schweineschulter
- 0,2kg Schweineoberschale
- 0,8kg Schulterspeck vom Schwein
Gewürze und Zutaten für die Käsegriller
- 44g Salz
- 4,0g weißer Pfeffer
- 1,0g Macis, gemahlen
- 0,6g Koriander, gemahlen
- 60g Emmentaler
Herstellung
Das Fleisch in 2cm große Würfel schneiden, mit den Gewürzen und den Zutaten vermischen, durch die 3mm – Scheibe des Wolfes lassen und alles gut vermengen. Danach den klein gewürfelten Käse vorsichtig untermengen, die Masse in Schweinesaitlinge mit einem Kaliber von 26/28 abfüllen und Würste mit einem Stückgewicht von 120g abdrehen.





Variante
- Anmerkung Mogntratzerl: Ich habe beim zweiten Mal noch einen Bund Petersilie hinzugefügt. Das war auch sehr gut. Experimentiert einfach!
- Lust auf würzige Paprikagrillwürste? Dann schaut doch mal bei dem anderen Rezept aus dem Kochbuch vorbei.

Getränkebegleitung
Bier und Bratwürste gehören eindeutig zusammen! Wie wäre es denn diesmal mit einem Tannenzäpfle? Das Pils aus der Rothaus Brauerei (im Schwarzwald) gibt es mittlerweile bei vielen Getränkemärkten und ist sehr gut – vor allem wenn es gut gekühlt ist.
Dauer
Vorbereitung: 1 Stunde
Zubereitung: ca. 10 Minuten Bratzeit
Ruhezeit: je nach Darm ca. 30 Minuten



