Wenn es nach mir geht, dann ist das Oktoberfest sowieso viel mehr als nur Bier und Brezn im Bierzelt. Es ist ein Stück bayerische Lebensfreude und ein echtes Kulturgut, das sich im übrigen auch wunderbar in der eigenen Küche nachkochen lässt. Genau hier setzt das Kochbuch Oktoberfest von Franz Kotteder an, das im August 2024 im Callwey Verlag erschienen ist.
Wie sollte es anders sein, na klar habe ich mir das Buch geschnappt, durchgeblättert und natürlich auch den Kochlöffel geschwungen. Einige Rezepte mussten einfach ausprobiert werden – und lasst Euch eines gesagt sein: es lohnt sich. Wer nicht nur die bayerische Küche liebt, sondern auch ein wenig was über die Geschichte des Oktoberfests sowie über die Brauereien und die einzelnen Wiesn-Zelte wissen möchte, der liegt mit diesem Buch absolut richtig und sollte es unbedingt bei sich in der Sammlung aufnehmen.
Ihr findet im Bereich der Rezepte alles von herzhaften Klassikern bis zu feinen Schmankerln, die selbstverständlich auch auf einer Wiesn-Karte wiederzufinden sind, vieles ist dabei, was Lust auf Kochen und Genießen macht.
Besonders schön finde ich, dass die Rezepte nicht nur die typische Festzeltküche abbilden, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Das sind mehr als nur bodenständige Gerichte aus Bayern, das ist ein echtes Lebensgefühl. Dieses Kochbuch zeigt, wie vielfältig die Wiesn-Küche sein kann.
In dieser Rezension werfe ich mit Euch einen Blick in das Buch, zeige, was mir besonders gut gefallen hat und stelle Euch die Rezepte vor, die ich selbst ausprobiert habe. So bekommt Ihr einen echten Eindruck davon, was das Kochbuch kann – und ob es vielleicht auch einen Platz in Euerem Bücherregal verdient hat.
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines zum Kochbuch – Oktoberfest
Schon auf dem Einband bekommt man ein echtes Wiesn-Gefühl vermittelt. Ihr findet hier typische Zeichnungen von einzelnen Dingen, die entweder Bayern oder eben das Oktoberfest widerspiegeln. So findet Ihr das Riesenrad, einen Alphornbläser, ein Bierfass, eine Breze, einen kleinen Dackel und vieles mehr als niedliche Zeichnung über das Cover vom Kochbuch verteil. Ein fester Hardcover Einband in einem, ich würde es mal als traditionelles Jägergrün beschreiben, deutet die Qualität des Buches bereits an und lädt zum Durchblättern ein.
Ein Vorwort von unserem ehemaligen Oberbürgermeister Christian Ude, der recht charmant darauf hinweist, dass die Wiesn mehr ist als nur Bier und Party, sondern eben auch ein Stück Lebensgefühl und wahrlich auch eine gute Küche mittlerweile in den Zelten anbietet.
Und bevor man zu den eigentlichen Rezepten kommt, die immer im Zusammenhang mit einem der Wiesnzelte stehen, bekommt man auch noch etwas mehr Einblick in die Geschichte des Oktoberfests, dann jeweils die Geschichte zu den 6 Brauereien und einen Einblick in die jeweiligen Zelte (egal ob groß oder klein). Auch die Oide-Wiesn ist dabei, was ich besonders schön finden, denn sie ist ja mittlerweile wahrlich ein Bestandteil des ganzen Oktoberfest-Spektakels geworden.
Und wer bei solch appetitanregenden Bildern der Rezepte nicht gleich in die Küche huscht, und den Herd anstellt, der muss wohl die Bayerische Kultur noch ein wenig mehr verinnerlichen. „Aba des wiad schon no!“ Spätestens wenn man in dem Oktoberfest Kochbuch geblättert hat.
Es handelt sich bei den verwendeten Produkten für die Rezepte um typische, manchmal regionale Zutaten, die aber problemlos in jedem Supermarkt, oder beim Metzger Eures Vertrauens zu erhalten sein sollten.
Also findet Ihr in dem Buch, wie sollte es auch anders sein Regionalität pur, manchmal mit einem kleinen Twist in der Zubereitung wie bei den Eiernudeln „wia a cabonara“ oder bei der veganen Currywurst aus dem Paulaner Festzelt.
Die Rezepte sind verständlich und einfach aufgebaut. Die Anleitungen sind leicht nachzuvollziehen und umzusetzen, wenn sie für meinen Geschmack an der ein oder anderen Stelle vielleicht auch mal ein wenig ausführlicher hätten sein können, wie gesagt ist aber nur mein Geschmack. Bekommt man auch so ein leckeres Rezept und im Anschluss ein tolles Gericht nachgekocht, absolut! Ich mag es halt etwas „blumiger“ in der Beschreibung der einzelnen Rezeptschritte. Aber da hat ja zum Glück jeder seinen eignen Geschmack.
Zu jedem Rezept gibt es manchmal noch einen kleinen Tipp, wie eine passende Beilage aussehen könnte oder was man noch dazu servieren kann, so dass wirklich keine Frage offenbleiben.













Aufbau Kochbuch
Das Buch ist unterteil nach den einzelnen Bier-Brauereien die Ihr auf dem Oktoberfest findet. Darunter gliedern sich dann die einzelnen Zelte und deren Rezepte. Ebenfalls findet Ihr etwas über die Wiesn-Musik, über Buden und Standl, über die Tracht und über einige weitere Themen, so dass man wirklich einen Oktoberfest Rundum-Blick erhält.
- Augustiner
- Löwenbräu
- Spaten
- Hacker-Pschorr
- Hofbräu
- Paulaner
Die Rezepte sind so aufgebaut, dass sie immer auf eine Seite passen, so muss man beim Kochen nicht umblättern und bekommt auf einen Blick die perfekte Übersicht für das jeweilige Rezept. Und keine Bange, Ihr findet jetzt nicht nur typische fleischlastige-Rezepte, sondern für alle süßen Zuckerschnuten sind auf alle Fälle auch ein paar Rezepte dabei.
Rezepte die ich für Euch getestet habe
Ich habe aus dem Oktoberfest Kochbuch natürlich wieder 2 Rezepte für Euch getestet, die ich Euch jetzt sehr gerne vorstellen möchte:
Bayerischer Krustenschweinebraten
Sellerieschnitzel mit Kartoffelsalat
Leckerschmecker und so guad! Beide Rezepte waren wirklich einfach in der Umsetzung und haben sehr gut geschmeckt. Das Sellerieschnitzel hat mich wieder an meine Schulzeit erinnert und war wirklich toll, selbst man Mann war davon angetan, obwohl es komplett fleischlos war. Der Krustenschweinebraten war saftig und eben so, wie man ihn sich vorstellt.
Oktoberfest – Rezept: Bayerischer Krustenschweinebraten
Eine krachende Kruste und ein saftiges Stück Fleisch, so soll ein Krustenschweinebraten sein. Was soll ich sagen, man bekommt, was man möchte und das sogar mit relativ wenigen Handgriffen, so dass man den Braten auch getrost mal alleine vor sich hin braten lassen kann, ohne permanent daneben stehen zu müssen. Gut ein wenig Zeit muss man schon einplanen, weil der Braten marinieren muss und dann eben in den Backofen kommt. Aber ich glaube das sollte einem bewusst sein, wenn man schon mal einen Braten macht. Ich würde das nächste Mal etwas weniger Salz für die Marinade verwenden oder die Trockenmarinade einfach nur kürzer einziehen lassen, weil man doch beim Essen `nen guten Durst bekommt, aber das hat man ja selbst in der Hand.
Also wer Krustenbraten mag, der sollte auf alle Fälle mal einen Blick auf das Rezept werfen und es einfach einmal ausprobieren.
Hier geht es zum Rezept für den Bayerischen Krustenschweinebraten.
Oktoberfest – Rezept: Sellerieschnitzel mit Kartoffelsalat
Ja, Bayern und die Wiesn können auch vegetarisch! Die Alternative zum Schweine- und Kalbschnitzel, ein Schnitzel aus Knollensellerie in einer wunderbaren Panade mit Semmelbröseln und Mandelblättern. Dazu ein leckerer und typisch bayerischer Kartoffelsalat – mit Gurken und Zwiebeln, so wie er sein muss.
Die knusprige Panade ummantelt die saftige Selleriescheibe, dazu ein Klecks süße Preiselbeeren und man ist dem Himmel schon sehr nah! Also für mich ein Rezept, dass ich auf alle Fälle wieder mal machen werde, denn wer kann denn schon zu so viel mhhhhhhhhhhhh nein sagen?
Hier geht es zum Rezept für die leckeren Sellerieschnitzel mit Kartoffelsalat.
Anmerkungen von mir
Ihr mögt traditionelles bayerisches Essen und Ihr liebt die Wiesn (Oktoberfest)? Dann ist das Oktoberfest Kochbuch auf alle Fälle einen Blick wert! Ich denke Ihr werdet es lieben.
Das Buch ist eine Liebeserklärung an das Oktoberfest und seine Traditionen, seine Küche und die Menschen, die dieses Fest so besonders machen.
Kaufempfehlung Oktoberfest Kochbuch
Wenn Ihr Lust habt, die Wiesn-Atmosphäre in Eure eigene Küche zu holen, dann ist das Oktoberfest-Kochbuch von Franz Kotteder definitiv eine Empfehlung. Es verbindet bayerische Klassiker mit manchmal neuen Ideen und bringt die besondere Stimmung des Oktoberfests auf den Teller. Für alle, die gerne bayerisch kochen, ist es eine lohnende Ergänzung im Kochbuchregal.
Dich kostet es nichts extra, und ich freue mich über ein wenig Unterstützung.

Die passenden Mogntratzerl-Empfehlungen
Ihr möchtet weitere bayerische Rezepte? Dann seid Ihr hier absolut richtig! Versucht doch mal einen Brotzeit-Klassiker, wie einen strammen Max, oder Omas herzhafte Krautwickerl. Es darf noch mehr Bayern sein, gerade zur Herbstzeit? Dann probiert mal ein selbstgemachtes Zwetschgenmus, ein Rührei mit Pfifferlingen oder einen Bauerntopf mit Kartoffeln, Speck und Waldpilzen. Ein kleiner Blick zu unseren Nachbarn nach Österreich gefällig? Dann solltet Ihr mal die selbstgemachten Marillenknödel oder ein paar leckere Krautfleckerl nachkochen, es lohnt sich auf alle Fälle. Ein kleiner Abstecher noch in die Schweiz? Dann kocht mal die Tagliatelle mit Lammragout und Spargel nach. Typisch Schweiz? Dann muss das Carpaccio aus Bündnerfleisch auf alle Fälle auch noch sein. Stöbert Euch einfach mal durch das Mogntratzerl und genießt die wunderbare alpine Küche.

Nadine
Ferran Adria



