Bayerischer Wurstsalat gehört für mich genauso zum Sommer wie der Biergarten, eine frische Brezn und ein kühles Helles. Ganz gleich, ob beim Wandern, beim Picknick oder daheim auf der Terrasse – dieser einfache, herzhafte Salat schmeckt einfach immer. Und das Beste: Er ist im Handumdrehen zubereitet, braucht nur wenige Zutaten und lässt sich wunderbar vorbereiten.
Der Wurstsalat ist ein echter Klassiker in meiner Familie, gerade an heißen Tagen, gerne auch mal im Wechsel mit einem Schweizer Wurstsalat zubereitet. Das tolle am Wurstsalat ist für mich, er ist unkompliziert, schnell zubereitet und kann auch gerne schon einen Tag vorher gemacht werden, so dass er noch etwas mehr durchziehen kann und dann auch an Geschmack gewinnt.
Man kann ihn gut mitnehmen und in Bayern ist es ein echter „no-brainer“, der geht quasi immer! Nun gut ist jetzt nicht unbedingt ein Rezept, das Vegetarier favorisieren, aber manchmal darf es bei mir auch eben Fleisch sein, dass auf den Teller kommt.
Ich hoffe es geht Euch genauso.
Inhaltsverzeichnis
Wurstsalat mal typisch bayerisch
Wurstsalat ist in Bayern mehr als nur ein schneller Imbiss – er ist ein fester Bestandteil der Biergarten und Brotzeit Tradition. Ob beim Frühschoppen, nach dem Wandern oder wie schon erwähnt, ganz klassisch im Biergarten.
Ein Teller Wurstsalat mit frischen Zwiebeln, einem einfachen Essig-Öl-Dressing und einer reschen Brezn dazu gehört einfach dazu.
Typisch bayerisch wird er mit Regensburgern oder einer guten Lyoner zubereitet, grob aufgeschnitten und mit fein geschnittenen Zwiebeln angerichtet. Das Dressing ist schlicht und aromatisch – ohne Schnickschnack, dafür mit viel Geschmack. Genau diese Einfachheit macht ihn so beliebt: schnell gemacht, herzhaft und erfrischend zugleich.
Im Gegensatz zur Schweizer Variante, bei der oft Käse mit im Spiel ist, bleibt man in Bayern beim Wesentlichen – Wurst, Zwiebeln, Essig und Öl, nun gut bei mir kommen in der Tat noch ein paar Radieserl und Essiggurken dazu. Und vielleicht noch ein dütt süßer Senf, wenn man’s mag. Mehr braucht’s nicht für ein Stück bayerisches Lebensgefühl auf dem Teller.
Welche Wurst eignet sich für den bayerischen Wurstsalat?
Die wichtigste Zutat beim Wurstsalat ist – wenig überraschend – die Wurst. Und hier trennt sich oft die Biergartenerfahrung vom Küchenalltag. Denn nicht jede Wurst eignet sich gleich gut für diesen Klassiker der bayerischen Brotzeitküche.
Traditionell wird bayerischer Wurstsalat mit Regensburgern oder Stadtwurst (fränkische Brühwurst) zubereitet – beides herzhafte, schnittfeste Brühwürste mit einem kräftigen, aber nicht zu dominanten Geschmack. Auch Fleischwurst oder Lyoner sind gängige Alternativen, besonders wenn’s schnell gehen soll und man keine Regensburger zur Hand hat.
Da ich ja immer ein wenig „extra“ bin, kommen bei mir gleich 2 unterschiedliche Wurstsorten rein. Schmeckt mir dann viel besser, aber wie gesagt, muss jeder für sich selbst entscheiden, wer welche und wie viele Sorten Wurst mag.
Wichtig ist auf jedem Fall: Die Wurst muss sich gut schneiden lassen, darf beim Marinieren nicht zerfallen und sollte nicht zu viel Fett austreten – sonst wird der Salat schnell unappetitlich.
Manch ein Restaurant verwendet auch schon mal klein geschnittenen Leberkäse, was für mich aber nicht mit dem Original zu tun hat. Aber so kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Für eine besondere Note sorgen manchmal auch regionale Varianten: In der Oberpfalz etwa wird gerne auch mal eine Bierschinken-Variante verwendet, im Allgäu kommen mitunter geräucherte Würste ins Spiel.
Aber wie es halt immer so ist, die Qualität der Zutaten macht den Geschmack, also lieber mal etwas weniger Fleisch essen/kaufen, aber dafür eben eine gute Qualität.
Das Rezept ergibt 4 große Portionen.

Zutaten für den bayerischen Wurstsalat
Zeitangaben
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Ruhezeit: 1 Stunde
Einkaufsliste für den Wurstsalat
- 2 rote Zwiebel
- 1 Ring Lyoner
- 2 Regensburger
- 10 Radieschen (optional)
- 1 Bund Schnittlauch
- 1 kleines Glas Gewürzgurken inkl. Gurkensud
- 1-2 TL süßer Senf
- 6 El Pflanzenöl (Sonnenblumen)
- Salz, Pfeffer, Zucker
- 3 EL Weißweinessig
- Gemüsefond (optional)














Zubereitung des Wurstsalats
Zuerst ziehe ich von der Wurst die Pelle ab, so ist sie zum einen angenehmer zu kauen und außerdem kann der Sud für den bayerischen Wurstsalat besser einziehen.
Die Wurst in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden. Wer will kann die Scheiben noch halbieren, mache ich normalerweise nicht. Geschnittene Wurst in eine große Salatschüssel geben.
Dann die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden, oder auf einem Mandolinenhobel dünn hobeln, ist einfacher und geht meistens schneller.
Die Zwiebel zu der Wurst geben.
Jetzt die Essiggurken aus dem Sud nehmen, Sud nicht wegschütten, und ebenfalls in Ringe schneiden und hinzufügen.
Die Radieschen, wer sie hineingeben möchte, ebenfalls in dünne Scheiben schneiden, oder ebenfalls den Mandolinenhobel nutzen.
Schnittlauch in feine keine Röllchen schneiden und zu dem Rest geben.
Alles in die große Schüssel geben.
Für den Wurstsalat Sud, 1-2 TL süßen Senf, den Sud der Gewürzgurken, das Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, Zucker und Weißweinessig in einer kleinen Schale zu einem Dressing verrühren, abschmecken und ggfs. noch etwas Gemüsefond hinzugeben und nachwürzen. Gemüsefond nur hinzugeben, wenn einem das Dressing sonst zu wenig ist.
Nun das Dressing über den Wurstsalat geben und gut durchmischen.
Den bayerischen Wurstsalat abgedeckt für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen und ziehen lassen.
Wurstsalat aus dem Kühlschrank nehmen, nochmal abschmecken.
Alles nochmal gut durchmischen und dann mit frischen Brezen oder einem Bauernbrot servieren.

Anmerkungen von mir zum bayerischen Wurstsalat
Der Wurstsalat sollte auf alle Fälle und mindestens eine Stunde ziehen, so können sich die Aromen besser entfalten und die Wurst den Geschmack aufnehmen. Und natürlich könnt Ihr den Wurstsalat auch am Tag vorher zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, umso intensiver ist dann auch der Geschmack. Dann würde ich nur die geschnittenen Radieschen erst eine Stunde vor dem Servieren hinzugeben, sonst verlieren diese etwas die Farbe und sind nicht mehr ganz so knackig.
Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen
Tipps & Tricks zum bayerischen Wurstsalat
Die Wurst am besten nicht zu dünn schneiden – ca. 5 mm dicke Scheiben, wer es lieber mag dann eben auch noch und Streifen schneiden. So bleibt sie beim Marinieren bissfest und verbindet sich gut mit dem Dressing. Auch wenn der Wurstsalat schlicht daherkommt – die Marinade sollte ausgewogen sein und gerne etwas kräftiger. Etwas Senf (süß/scharf) bringt zusätzliche Würze, eine Prise Zucker rundet die Säure ab. Denkt daran, die Wurstsalat nimmt den Geschmack des Suds in sich auf. Frische Zwiebeln sind wichtig, wem sie zu scharf sind, einfach die Zwiebeln vor dem Mischen kurz etwas Essig ziehen lassen. So werden sie milder und bekömmlicher.
Auf gar keinen Fall vergessen, den Wurstsalat mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen – das machen den wahren Geschmack dieses Klassikers aus.
Getränkeempfehlung zum Wurstsalat
Na, was passt wohl am besten zum bayerischen Wurstsalat? Ein schönes Bier, hier würde ich sagen egal ob ein Helles oder ein Weißbier. Natürlich kann man auch gut ein Radler dazu trinken, ist etwas süßer im Geschmack. Wer es lieber alkoholfrei mag, der sollte mal eine Kräuterlimo dazu versuchen, das passt auch wunderbar zu dem säuerlichen Wurstsalat Dressing. Euch ist Wein lieber als Bier und alkoholfrei? Dann würde ich eher zu einem Weißwein wie einen trockenen Grünen Veltliner oder einem Silvaner tendieren, beide haben die nötige Säure, um mit dem Wurstsalat mithalten zu können.
Beliebte Rezepte für Brotzeit & Biergarten
Natürlich darf hier die Schweizer Variante nicht fehlen, wenn es also ein Wurstsalat mit zusätzlichem Käse sein soll, dann habe ich hier das Rezept für einen leckeren Schweizer Wurstsalat. Und was darf bei so einer Brotzeit auf gar keinen Fal fehlen? Omas selbstgemachter Obatzda – und dazu eine frische Breze, was will man mehr? Ihr möchtet noch eine zweite Variante vom Obatzd`n? Dann versucht doch mal einen Obatzd´n in Rosa – mit Camembert und Preiselbeeren. Und wenn wir gerade schon mal bei Brotzeit sind, dann ist so eine selbst zusammengestellte Käseplatte. Meistens gibt es ja noch Radi und Radieschen zur Brotzeit, aber was machen mit dem ganzen Grün vom Radieschen? Wusstet Ihr das man daraus ein großartiges Pesto machen kann? Also nicht das Grün wegwerfen, sondern einfach zu etwas Leckerem umwandeln.
Bayerischer Wurstsalat: Das solltest Du wissen
Im Kühlschrank luftdicht verpackt hält sich Wurstsalat etwa 2-3 Tage. Vor dem Verzehr gut umrühren und ggf. frische Zwiebeln hinzufügen.
Der bayerische Wurstsalat wird klassisch mit Regensburger Wurst oder Fleischwurst, Zwiebeln und einem Essig-Öl-Dressing zubereitet. Der Schweizer Wurstsalat enthält zusätzlich Käse (meist Emmentaler), oft auch Tomaten oder Paprika – und ist dadurch etwas herzhafter und würziger.
Traditionell wird im bayerischen Wurstsalat Regensburger Wurst oder Fleischwurst verwendet. Die Wurst muss schnittfest und von guter Qualität sein. Oft wird aber auch Stadtwurst oder Lyoner verwendet.




