Brezensalat fertig vom der Seite

Brezensalat

Brezen gehen in Bayern eigentlich immer – ob zum Frühschoppen, zur Brotzeit oder ganz klassisch mit nem Obazdn. Die Breze, ist für mich ein durch und durch bayerisches Lebensgefühl. Ja, ja ich weiß, ich kann Brez`n so ziemlich in jeder Bäckerei Deutschlands kaufen, aber ich glaube nirgendwo sonst wird Sie so oft gesehen und gegessen wie bei uns. Egal ob groß oder klein, mit Käse überbacken, mit Butter bestrichen, oder mit Schnittlauch und Frischkäse, die breze ist wirklich vielseitig.
Ich muss ja gestehen, ich esse meine auch gerne mit einer Nuss-Nougat-Creme bestrichen, was mein Vater ja immer reichlich sonderbar fand. Ihr merkt schon, die Brez`n kann vieles und wird zu Vielem gegessen.

Aber wie wär’s mal mit einem Brezensalat? Außen knusprig, innen weich, dazu knackige Radieschen, frische Salatgurke und ein würziges Dressing – fertig ist ein sommerlicher Salat, der sich wunderbar als Beilage zum Grillabend oder als leichtes Mittagessen eignet. Das Rezept ist nicht nur schnell gemacht, sondern lässt sich auch gut vorbereiten – perfekt also für die nächste Gartenrunde oder das Picknick im Grünen. 

Inhaltsverzeichnis

Wo kommt die Breze eigentlich her?

Über die Herkunft der Breze kann man eigentlich nicht viel herausfinden. Die einen sagen, es war bereits ein christliches Fastengebäck, die Anderen schieben es einer Legende zu.
Angeblich wurde ein Bäcker aus der schwäbischen Alp wegen Veruntreuung zum Tode verurteilt. Der damalige Graf versprach ihm Begnadigung, wenn er innerhalb von 3 Tagen ein Brot herstelle, durch das dreimal die Sonne durchscheinen kann. Inspiriert durch die verschlungenen Arme seiner Ehefrau soll der Bäcker dann die Form der Brez`n erfunden haben.
Allerdings findet man wiederum auch Quellen, dass die Elsässer, gerne die Erfindung für sich beanspruchen.  

Wie Ihr seht, jeder hätte gerne ein Stück vom Erfolg der Brez`n für sich beansprucht. Was jetzt nun wahr ist und woher sie wirklich kommt, ist leider nicht nachzuvollziehen.

Wo kommt die Breze eigentlich her?

Das Herzstück eines guten Brezensalats ist – wenig überraschend – die Breze. Aber genau da liegt auch die Tücke: Ist sie zu frisch, wird sie im Dressing schnell matschig. Ist sie zu trocken, bleibt vom Salatvergnügen nicht viel übrig. Die Lösung liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Am besten eignet sich leicht altbackene Laugenbreze vom Vortag. Sie hat schon ein bisschen an Feuchtigkeit verloren, behält aber im Salat noch ihren Biss. Schneidet man sie in mundgerechte Stücke und gibt sie erst kurz vor dem Servieren unter das Dressing, bleibt die Textur perfekt: außen leicht knusprig, innen saftig. Wer, so wie ich, es noch kerniger mag, kann die Brezenstücke vorab kurz im Ofen oder in der Pfanne mit Butter anrösten – das gibt dem Ganzen zusätzliches Aroma.

Übrigens: Wer statt klassischer Brezen lieber Laugenstangerl oder Laugensemmeln verwenden möchte, soll das natürlich gerne tun.

Wie schon gesagt, es lässt sich vieles mit der Breze anstellen, vom Auflauf, über Knödel, zu eben einem Salat. Oder doch einfach nur pur gienießen. Die Breze ist und bleibt ein absoluter Allrounder.

Aber jetzt starten wir doch einfach mal unsere kulinarische Brez`n-Reise mit einem knackigen Salat. 

Das Rezept ist für 4 Portionen.

Zutaten bayerischer Brezensalat

Zutaten für den klassischen Brezensalat

Zubereitungszeit

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten 

Zutaten für den Salat

  • 4 Brezen
  • 3 El Butter
  • 5 EL Olivenöl
  • 8 Radieschen
  • 1 Salatgurke
  • Kopfsalat
  • Radicchio
  • 1 Hand voll bunte Kirschtomaten

Zutaten für das Dressing

  • 4 EL Olivenöl 
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 TL Honig (flüssig)
  • 2 EL süßer Senf
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer 
  • 2 EL Sauerrahm

Zubereitung: Brezensalat einfach und schnell gemacht

Die Brezen in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden

Öl und Butter in einer Pfanne erwärmen und bei mittlerer Hitze die Brezenscheiben knusprig anbraten. Sie dürfen schon etwas Farbe erhalten.
Wenn Sie fertig sind, aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Optional könnt Ihr Eure Brezennstücke auch n och würzen, mit Chili oder Cayennepfeffer für etwas Schärfe oder auch gerne mal mit Knoblauchpulver oder einem BBQ Gewürz, hier kann man gut variieren.

Salat waschen und Blätter in kleinere Stücke rupfen und in eine Schüssel geben.

Radieschen ebenfalls waschen und in dünne Scheiben schneiden, oder am einfachsten mit einer Mandoline hobeln und ebenfalls in die Schüssel geben.

Gurke schälen, halbieren und in Stücke schneiden.

Tomaten waschen halbieren und mit der Gurke in die Schüssel geben.

Jetzt das Dressing zubereiten. In einer kleinen Schüssel alle Dressing-Zutaten anrühren und gut durchmischen. Abschmecken ob noch etwas Zucker, Salz Pfeffer ran muss.

Dressing zu dem Salat geben und unterheben.

Zu guter Letzt Brezenstücke darüber geben.

Brezensalat fertig angerichtet

Anmerkungen von mir

Knackig, frisch, sommerlich, einfach lecker. Ein super Gericht, dass für sich steht, oder eben auch ein toller Begleiter ist. Der Brezensalat wird bei uns gerne auch mal zum Grillen serviert oder eben als reiner Salat. 
Also wenn Ihr ein gutes Rezept sucht um Eure Brezen vom Vortag nooch zu verwerten, dann iidt dieser Salat auf alle Fälle eine sinvolle Idee. 
Ergänzungen wie knusprig gebratener Speck, gehobelter Bergkäse oder geröstete Kürbiskerne bringen Abwechslung in den Salat und sind gerne eine gute Ergänzung.

Wie gesagt nix geht über die Brez`n, für mich ganz egal in welcher Variante.

Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen 

So gelingt dein Brezensalat – die besten Tipps & Ideen

Der Schlüssel zu einem richtig guten Brezensalat liegt im Detail – und bei der Breze fängt’s schon an. Nimm am besten Laugenbrezen vom Vortag, die sind von Haus aus „knackiger“, frische Brezen weichen im Dressing schnell durch und werden lätschert.

Auch beim Gemüse darf’s knackig zugehen: Radieschen, Gurke, Tomaten und Salatblätter sollten gut gekühlt und frisch sein. Wer es würziger mag, kann etwas groben Senf oder frischern Meerrettich ins Dressing rühren – das gibt dem Ganzen eine feine Schärfe. 

Tipp am Rande: Den Salat erst ganz kurz vor dem Servieren mischen, damit die Brezen nicht zu weich werden. So bleibt’s g’schmackig und frisch.

Wer noch ein wenig Abwechslung möchte, der kann auch noch ein paar Blätter Rucola oder Feldsalat hinzugeben, gibt nicht nur Geschmack sondern macht auch noch optisch was her.

Getränkeempfehlung zum Salat mit rescher Breze

Klassich bayerisch – ein schönes  kühles Bier natürlich, hier würde ich sagen egal ob ein Helles oder ein Weißbier. 
Darfs ein Glaserl Wein dazu sein? Dann versucht doch mal einen Weißwein, hier würde ich auf einen Silvaner, einen grünen Veltliner oder einen jungen Riesling zurückgreifen.
Oder gerne auch im Sommer mal auf einen Rosé. Hier würde ich einen fruchtigen nicht zu schweren empfehlen.
Wer es lieber alkoholfrei mag, kann eine klassische Apfelschorle dazu trinken oder oder gerne auch mal eine Limonade aus Zitronenmelisse machen udn diese dazu trinken. 

Noch mehr Rezepte für deine Brotzeit oder den Sommerabend

Du suchst noch weitere Rezepte für die Brotzeit oder eine leichte Sommerküche? Dann versuch doch mal den den schweizer Wurstsalat oder Salatröllchen als Snack. Ebenfalls ein schöner Salat für einen Sommerabend ist ein Käferbohnensalat. Darf es noch ein passender „Dip“ sein? Dann darf auf alle Fälle ein Obazda nicht fehlen! Ihr sucht noch ein Rezept wie Ihre Brezen verwerten könnt? Dann versucht mal diese leckeren Brezenknödel mit Birne und Kürbiskernen. Habt Ihr schon mal Semmelknödel sauer eingelegt? Na dann wird es aber höchste Zeit! 

FAQ – das solltest du über Brezensalat wissen

Ja, das geht. Am besten: Brezen schneiden, Gemüse waschen und das Dressing anrühren – alles separat. Vor dem Servieren einfach alles vermengen.

Ideal sind leicht altbackene Brezen vom Vortag. Sie saugen das Dressing besser auf, ohne sofort weich zu werden. Ganz frische Brezen sind oft zu weich, sehr trockene zu hart – die goldene Mitte ist perfekt.

Am besten schmeckt der Brezensalat frisch – direkt nach dem Anrichten. Sobald das Dressing die Brezen durchzieht, wird’s schnell matschig. Wenn du ihn vorbereiten willst, empfehle ich: Gemüse und Dressing getrennt aufbewahren und die Brezen erst kurz vor dem Servieren untermischen. So bleibt alles schön knackig.

Nadine
Nadine
„Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen“ Dalai Lama
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