Es gibt Rezepte, die wirken auf den ersten Blick fast ein bisschen extravagant – und dann merkt man beim ersten Löffel, wie vertraut sie eigentlich schmecken. Genau so ist es mit dieser Pistaziencremesuppe. Die Farbe allein macht schon gute Laune, und der Duft von Butter, Ingwer und gerösteten Pistazien zieht durch die Küche, bevor man überhaupt den ersten Teller serviert hat.
Ich erinnere mich noch, wie ich das erste Mal diese Suppe probiert habe – an einem kalten Winterabend mit Freunden, irgendwo zwischen Kerzenlicht und Gelächter. Eigentlich war sie als kleine Vorspeise gedacht, aber am Ende wollten alle Nachschlag. Diese Mischung aus cremiger Textur, nussigem Aroma und einer ganz feinen Schärfe war einfach perfekt.
Seitdem gehört sie für mich zu den Suppen, die ein bisschen mehr sind als nur eine Vorspeise. Sie hat etwas Festliches, ohne kompliziert zu sein. Und sie passt genauso gut in ein Menü für Gäste wie auf den Tisch, wenn’s draußen nass und grau ist und man einfach etwas Warmes braucht, das von innen gut tut.
Das Rezept für die Pistaziencremesuppe habe ich aus dem Kochbuch „Wohlfühlsuppen für jeden Tag“ von Sophie Grigson erschienen im Dorling Kindersley Verlag.
Und wer Pistazien liebt so wie ich, wird sie in dieser Suppe ganz neu entdecken – nicht als Knabberei, sondern als Hauptdarsteller in einer richtig feinen, aromatischen Komposition.
Inhaltsverzeichnis
Pistazien – kleine Kraftpakete mit großem Geschmack
Pistazien gehören zu jenen Zutaten, die in der Küche immer wieder überraschen, mich zumindest.
Allein die Farbe war wirklich was ganz Wunderbares. Ein schönes, helles fast pastellartiges grün. Meist kennt man sie aus Süßspeisen, Eis oder Gebäck – dabei entfalten sie auch in herzhaften Gerichten ein wunderbares Aroma. Ihr feiner, leicht buttriger Geschmack mit einer Spur Süße bringt Tiefe und Eleganz in viele Rezepte, besonders in cremige Suppen wie diese Pistaziencremesuppe.
Neben dem Geschmack punkten Pistazien mit beachtlichen inneren Werten. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, gesunde ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe, die lange satt halten. Außerdem stecken sie voller B-Vitamine, Kalium und Antioxidantien – kein Wunder also, dass sie oft als „grünes Gold“ bezeichnet werden. Damit ist die Pistaziencremesuppe nicht nur köstlich, sondern auch ein echtes Powergericht.
Und falls Ihr beim nächsten Einkauf überlegt, ob sich der Griff zu Pistazien lohnt – ja, tut er. Sie sind zwar etwas teurer als andere Nüsse, aber durch ihr intensives Aroma braucht man meist gar nicht viel davon. Qualität zahlt sich hier wirklich aus.
Gut ich gebe zu, es ist ein wenig Fisselarbeit um die Pistazien von Ihren „Häutchen“ zu befreien, aber der Aufwand lohnt sich auf alle Fälle. Allein der Geruch, der durch die Zugabe der Gewürze in der Küche verströmt wurde, war herrlich und machte gleich Hunger.
Gewürze, die Wärme bringen
Eine gute Cremesuppe lebt nicht nur von ihrer Basis, sondern vor allem von den Gewürzen. In dieser Pistaziencremesuppe sorgen Ingwer, Kardamom, Koriandersamen und eine Prise Garam Masala für das gewisse Etwas. Diese Mischung bringt Wärme, Tiefe und eine leichte Exotik ins Spiel – ganz ohne, dass das Gericht zu orientalisch wirkt.
Ingwer gibt der Suppe eine feine Schärfe und Frische, während Kardamom und Koriander eine sanft zitronige, fast blumige Note beisteuern. Das Garam Masala rundet alles ab und verbindet die Aromen zu einer harmonischen Einheit. So entsteht ein Geschmack, der angenehm wärmend ist, aber nie aufdringlich. Besonders an kalten Tagen wirkt diese Kombination fast ein bisschen wie eine Umarmung aus der Schüssel.
Wenn Ihr empfindlich auf Schärfe reagiert, könnt Ihr die Chilischote weglassen oder entkernen – die Suppe bleibt trotzdem aromatisch und ausgewogen. Wer es etwas kräftiger mag, röstet die Gewürze kurz in der Butter an, bevor die übrigen Zutaten dazukommen. So entfalten sich die ätherischen Öle noch besser und verleihen der Suppe einen tiefen, warmen Duft, der schon beim Kochen Lust aufs Essen macht.
Solche Gewürzkompositionen zeigen, wie spannend die Suppen-Küche sein kann, wenn man sie mit einer Prise Kreativität verbindet. Gerade in den Übergangszeiten zwischen Herbst und Winter sind diese warmen Aromen genau das, was man braucht – sie tun Körper und Seele gleichermaßen gut.
Das Rezept ist für 2 Portionen.

Ein besonderes Süppchen: Pistazien trifft feine Gewürze
Zeitangaben
Vorbereitungszeit: 40 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten
Zutaten für die Pistaziencremesuppe
- 125g ungesalzene Pistazienkerne (Gewicht ohne Schale)
- 1 grüne Chilischote, grob gehackt
- 6 grüne Kardamomkapseln, zerstoßen und Samen herausgesucht
- 1 kleine Muskatblüte
- ½ TL Koriandersamen, ohne Fett geröstet
- 2 EL Butter
- 2 große Knoblauchzehen, fein gehackt
- 4 dicke Frühlingszwiebeln (nur die weißen Teile), fein gehackt
- 2cm frischer Ingwer, fein gehackt
- ½ TL Garam Masala (ind. Gewürzmischung)
- 500ml heißer Gemüsefond
- 100g Kochsahne
- 1 EL gehacktes Koriandergrün
- Salz und gemahlener schwarzer Pfeffer









So gelingt die Pistaziencremesuppe Schritt für Schritt
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Die Pistazien hineingeben und 2-3 Minuten kochen lassen, dann abgießen und kalt abschrecken.
Mit Küchenpapier trocken tupfen, auf ein Tuch geben und kräftig mit dem Tuch reiben – die Haut sollte mühelos abgehen.
1 gehäuften EL Pistazien grob hacken und zum Garnieren beiseitestellen.
Die restlichen Pistazien mit Chili und 125ml heißem Wasser im Mixer zu einer groben Paste verarbeiten. (Ich habe einen Pürierstab genommen, ging genauso gut)
Kardamomsamen, Muskatblüte und Koriandersamen im Mörser zu einem Pulver zermahlen.
Die Butter in einem Topf auf mittlerer Hitze zerlassen.
Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Ingwer darin 2-3 Minuten weich schwitzen.
Gemahlene Gewürze und Garam Masala unterrühren und ein paar Sekunden anschwitzen, dann Pistazienpaste und Fond zugeben.
Alles ohne Deckel unter gelegentlichem Rühren 10-15 Minuten köcheln lassen.
Die Mischung im Mixer oder mit dem Pürierstab glatt pürieren (sofern erforderlich, portionsweise vorgehen).
Sahne und gehacktes Koriandergrün unterrühren.
Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den gehackten Pistazien bestreut servieren.

Das solltet Ihr über dieses Rezept wissen
Ein kleiner Tipp: Ungesalzene Pistazien kurz in der Pfanne ohne Fett anrösten, bevor sie in den Topf wandern. Dadurch intensiviert sich das nussige Aroma, und die Suppe bekommt eine feine Röstaromatik, die perfekt mit Butter, Ingwer und Gewürzen harmoniert. Wer mag, kann ein paar gehackte Pistazien als Topping über die fertige Suppe streuen – das sieht hübsch aus und sorgt für Biss.
Bei der Pistaziencremesuppe kommt es wie so oft auf die kleinen Details an. Schon die Wahl der Pistazien macht einen großen Unterschied: Am besten eignen sich ungesalzene, geschälte Pistazienkerne – am liebsten aus Sizilien oder dem Iran. Sie haben nicht nur ein intensiveres Aroma, sondern sorgen auch für die leuchtend grüne Farbe, die diese Suppe so besonders macht.
Auch bei der Konsistenz dürft Ihr ruhig ein bisschen variieren. Wer’s lieber etwas flüssiger mag, gibt einfach einen kleinen Schluck mehr Gemüsefond dazu. Soll die Suppe besonders cremig werden, funktioniert ein Schuss Kochsahne oder Kokosmilch wunderbar. So lässt sich das Rezept leicht an den eigenen Geschmack anpassen.
- Breite Oberfläche und flaches, gerades Design. Die leicht erhöhten Ränder verhindern, dass Soßen, Säfte oder Dressings überlaufen
- Stilvolles, hochwertiges Design
- Robust und hygienisch: bestehen aus hochwertiger Keramik mit einer speziellen, bleifreien und cadmiumfreien Glasur. Mikrowellengeeignet, backofenfest, für den Gefrierschrank geeignet und spülmaschinengeprüft.
Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen
Nützliche Küchenkniffe für die perfekte Pistaziencremesuppe
Was ich super finde, es wird in dem Kochbuch auch angegeben, wie lange die Suppe haltbar ist, wenn man sie einfriert. Ihr könnt die Pistaziencremesuppe sehr gut einfrieren (ohne Sahne und Koriander). Sie ist dann bis zu 3 Monate haltbar.
Ein weiterer Trick liegt im Rösten. Wenn man die Pistazien vor dem Pürieren kurz in einer Pfanne ohne Fett anröstet, entfaltet sich ihr nussiges Aroma noch stärker. Wichtig ist nur, dass sie dabei nicht zu dunkel werden – sonst kann schnell ein leicht bitterer Beigeschmack entstehen. Auch die Gewürze profitieren von etwas Hitze: Koriandersamen, Kardamom und Muskatblüte kurz in der Butter anrösten, bevor Knoblauch und Zwiebeln dazukommen, sorgt für Tiefe und einen warmen, harmonischen Geschmack.
Damit die Suppe schön samtig wird, lohnt sich ein kräftiger Mixer. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, streicht sie einfach durch ein feines Sieb – das ergibt eine wunderbar glatte Konsistenz, wie man sie sonst nur aus der gehobenen Küche kennt. Und falls etwas übrig bleibt: Die Pistaziencremesuppe hält sich zwei Tage im Kühlschrank.
Zum Servieren darf’s ruhig ein bisschen hübsch aussehen. Ein paar gehackte Pistazien, ein Klecks Sahne und ein paar Tropfen gutes Olivenöl geben der Suppe das gewisse Etwas. Ein Hauch Zitronenabrieb bringt Frische hinein, besonders wenn Ihr sie als Vorspeise serviert. Und wer Gäste erwartet, kann die Suppe ganz entspannt am Vortag zubereiten – kurz vor dem Servieren einfach behutsam erwärmen und anrichten. So bleibt Zeit für das Wesentliche: genießen.
Was zur Pistaziencremesuppe besonders gut passt
Eine cremige Suppe wie diese Pistaziencremesuppe verträgt sich wunderbar mit feinen, frischen Getränken, die das nussige Aroma unterstreichen, ohne zu dominant zu sein. Ein leichter, trockener Weißwein mit feiner Säure bildet hier die perfekte Begleitung. Besonders gut passt ein Grüner Veltliner aus Österreich oder ein Silvaner aus Franken – beide bringen Frische, Eleganz und eine leichte Würze mit, die sich harmonisch mit den orientalischen Gewürzen verbinden.
Wer es etwas aromatischer mag, greift zu einem Chardonnay mit wenig Holz oder einem Weißburgunder, der die cremige Textur der Suppe sanft aufgreift. Auch ein trockener Muskateller kann eine spannende Wahl sein – er spielt die feinen Kardamom- und Ingwer-Noten perfekt aus, ohne die Pistazien zu überdecken.
Alkoholfrei ist ein hausgemachter Ingwer-Zitronen-Tee eine schöne Option, leicht gesüßt und mit einem Spritzer Limette. Ebenso gut passt eine Apfelschorle oder eine Birnenschorle – die natürliche Fruchtsüße bildet einen feinen Kontrast zum würzigen Charakter der Suppe.
Und wenn’s etwas Besonderes sein darf: Ein kleiner Aperitif wie ein Glas Sekt Brut oder ein Crémant mit zarten Hefenoten macht die Pistaziencremesuppe zum festlichen Auftakt eines Menüs – leicht, elegant und einfach stimmig.
Weitere Genussideen aus der Suppenküche
Ich bin ja ein absoluter Suppenkasperl, wie der ein oder andere von Euch vielleicht schon mitbekommen hat. Ich könnte jede Woche Suppe essen. Wenn es Euch auch so geht sind hier noch ein paar Suppenrezepte die Euch gefallen könnten. Jetzt im Herbst passend zur Jahreszeit eine leckere Maronencremesuppe mit Steinpilzen, ein absoluter Genuss. Ein echter Klassiker meiner Kindheits ist die Grießnockerlsuppe, die darf auf gar keinen Fall fehlen. Oder darf es auch passend zum Herbst mal eine Rote Bete Suppe sein? Ihr sucht nach einem wahren Hütten Klassiker? Dann ist die Kaspressknödelsuppe genau das Richtige für Euch. Um bei traditionellen Suppen zu bleiben, hätte ich auch noch ein Rezept für eine Erbsensuppe mit Würsteln, für Euch. Und zu guter Letzt hätte ich noch eine wärmende Blumenkohl-Ingwer-Suppe die in dem Suppentopf nicht fehlen darf.
Häufige Fragen zur Pistaziencremesuppe
Absolut. Ersetzt einfach die Butter durch pflanzliche Margarine und die Kochsahne durch Hafersahne oder Sojasahne. Der Geschmack bleibt cremig-nussig, nur etwas leichter. Wer mag, gibt zusätzlich ein paar Tropfen Zitronensaft dazu – das hebt die Aromen noch stärker hervor.
Kein Problem – gebt einfach etwas heißen Gemüsefond oder einen Schuss Wasser dazu und püriert die Suppe noch einmal kurz durch. So wird sie wieder schön cremig. Umgekehrt kann man sie leicht andicken, indem man sie ein paar Minuten offen köcheln lässt.
Ja, die Suppe lässt sich wunderbar vorbereiten. Am besten kocht Ihr sie einen Tag vorher und stellt sie nach dem Abkühlen gut abgedeckt in den Kühlschrank. Beim Erwärmen bitte nicht aufkochen, damit Farbe und Aroma erhalten bleiben. Kurz aufmixen, ein paar frische Pistazien darüber – schon schmeckt sie wie frisch gekocht.
Wenn dich interessiert, wie mir das Buch insgesamt gefallen hat, findest Du hier eine allgemeine Bewertung. Ebenfalls habe ich noch ein weiteres Rezept aus dem Kochbuch ausprobiert, eine mexikanische Nudelsuppe. Bleib gespannt.
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