Inhaltsverzeichnis
Zwetschge, Pflaume, Prune, oder wie sie auch immer bei Euch genannt wird. Es gibt unglaublich viele Sorten dieser leckeren Frucht, wobei wenn man botanisch sehr genau sein mag, dann ist die Zwetschge eine Unterart der Pflaume.
Aber jetzt mal genug geklugscheissert. Ist es nicht herrlich, wenn die Bäume wieder damit voll hängen und die Vorfreude steigt, dass es bald wieder Zwetschgendatschi gibt. Ist ja wirklich einer meiner absoluten Lieblings-Blechkuchen.
Mögt Ihr den auch so gerne? Noch dazu sag ich mir sind ja die lieben Zwetschgen auch echt gesund! Sie wirken bei Rheuma entzündungshemmend und sollen einen positiven Effekt bei Osteoporose haben, aber Vorsicht zu viele Zwetschgen können auch verdauungsfördernd sein. Und das ist ja nicht unbedingt immer gewollt.
Naja gut, sind wir mal ehrlich, die Zwetschgen sind wirklich gesund, der Teig und der Zucker….da würde ich jetzt mal sagen, man muss ja nicht ein ganzes Blech Kuchen auf einmal verdrücken, oder wie seht Ihr das?
Außerdem belegen wir ja diesen Kuchen auch noch mit reifen Holunderbeeren welche reich an Vitaminen und Eisen sind. Aber ein wenig Vorsicht bitte, hier wirklich nur die ganz reifen Beeren nehmen, da man ansonsten Magenprobleme bekommen könnte.
Ich stelle gerade fest, ich mach die Zutaten ganz schön schlecht, mit denen ich meinen Kuchen belege. Aber so ist das gar nicht gemeint, beides ist nämlich unglaublich lecker und eine fabelhafte Kombination.
Diesmal mache ich den Kuchen mit einem Quark-Öl Teig, ansonsten verwende ich auch gerne einen Mürbteig. Aber ich habe mir gedacht, wenn mal was Besonderes, dann aber auch wirklich.
Das Rezept reicht für ein Backofenblech.

Zutaten für den Zwetschgen-Holunder-Datschi
Zubereitungszeit
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Teigruhe: 2 Stunden
Backzeit: 1 Stunde
Für den Zwetschgendatschi
- 150g Quark
- 6 EL Olivenöl
- 1 Pck. Vanillezucker
- 6 EL Milch
- Ca. 1,5kg Zwetschgen
- 3 Hand voll Holunderbeeren
- 75g Zucker + Zucker zum Bestreuen
- 300g Weizenmehl
- 1 Prise Salz
- 1 Pck. Backpulver
- Schale von einer Zitrone

Zubereitung des Zwetschgen-Holunder-Datschi
Quark, Öl, Milch, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel verrühren.
Mehl und Backpulver nach und nach zugeben und gut durchkneten.
Teig in einer Schüssel mit Folie bedecken und mindestens für 2 Stunden Kaltstellen.
Kurz vor Ende der Teig-Ruhezeit Zwetschgen waschen und dann den Kern entfernen, in dem Ihr die Zwetschge halbiert (aber nicht ganz durschneidet) und dann die Hälfte nochmal einschneidet, so dass Ihr 4 kleine aneinanderhängende Ecken habt.
Oder Ihr macht es Euch so einfach wie ich und nehmt einen Pflaumenentsteiner, der nicht nur den Kern entfernt, sondern auch gleich die richtigen Schnitte setzt.
Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze aufheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Den Quarkteig auf dem Backpapier auswellen. Mit etwas Mehl auf dem Teig und Nudelholz tut Ihr Euch etwas leichter.
Den Teig mit den geschnittenen Zwetschgen belegen, Reihe für Reihe. Diese immer etwas überlappen lassen.
Holunderbeeren waschen und vom Zweig entfernen, nur wirklich die Reifen verwenden.
Beeren über die Zwetschgen streuen, gerne kullern diese unter die Zwetschgen in die Schlitze rein, was nicht schlimm ist.
Nun das Blech für 50-60 Minuten in den Backofen schieben. Der Datschi ist fertig, wenn der Rand bräunlich und knusprig ist.
Wenn der Datschi fertig ist, diesen zuckern und noch bei ausgeschaltetem Backofen für weitere 5 Minuten im Rohr belassen.
Den Datschi dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.





Anmerkungen von mir
Mit dem Zucker am Schluss müsst Ihr selbst entscheiden, wie süß Ihr Euren Kuchen möchtet. Am besten auch vor Verwendung die Zwetschgen probieren, sehr reife Zwetschgen müssen nicht mehr so viel gezuckert werden. Generell lieber weichere als zu harte Zwetschgen für den Kuchen verwenden, diese sind süßer.
Im Übrigen, sollte etwas übrig bleiben, könnt Ihr den Kuchen auch super einfrieren und dann bei Verwendung für 10 Minuten einfach nochmal kurz aufbacken.
Für Euch gehören Kuchen und Sonntage zusammen, dann versucht doch auch mal unseren saftigen Zitronenkuchen oder einen leckeren Himbeerkuchen.
Wenn Ihr es mal etwas deftiger möchtet, dann versucht doch mal die Erdbeertorte mit Mascarpone Creme. Aber wenn wir hier schon mal bei Thema Zwetschge sind, dann solltet Ihr auch noch das selbstgemachte Zwetschgenmus versuchen! Und noch ein kleiner KLassiker der österreichischen Küche sollte nicht fehlen – Marillenknödel.



