Linguine al Limone- also Nudeln in einer Zitronensauce, wenn man das so sagen kann, ist für mich ein absolut feines und „leichtes“ Gericht.
Um einen Tim Raue Vergleich zu erstellen…
Die Sauce ist wie leichte Engelsflügel, die die Linguine umgarnen und die Zitronen gibt Ihnen die Frische und Leichtigkeit, um weiter in den Himmel emporzusteigen.
So oder so ähnlich könnte er diese Nudeln bestimmt beschreiben.
Spaß beiseite.
Wenn Ihr ein einfaches und sehr unkompliziertes Pastagericht sucht, dann seid Ihr mit Linguine al Limone absolut auf der richtigen Seite. Wenn Ihr keine Garnelen mögt, oder Euch das dann zu aufwendig ist, kein Problem, lasst sie einfach weg.
Ihr werdet sehen, die Pasta schmeckt dennoch.
Es ist wirklich eine im Geschmack leichte und frische Pastavariante. Die durch das Aroma der Zitrone für mich zu etwas absolut Besonderem wird.
Inhaltsverzeichnis
Woher kommt das Linguine al Limone Rezept?
Ein wenig streiten sich die Italiener darüber, wer denn nun das Rezept der Pasta al Limone zum ersten Mal gekocht hat.
Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass sie aus Kampanien stammt, hier genaugenommen von der Sorrento-Halbinsel, welche sich von Neapel aus in das Mittelmeer erstreckt.
Dort gibt es u.a. die kleine, aber feine Küstenstadt Amalfi, die sehr berühmt für ihre Zitronen-(bäume) ist.
Das würde also schon Sinn machen, aber ob es wirklich so ist, kann ich leider nicht zu 100 % sagen.
Das Original-Pasta al Limone Rezept
Es gibt mittlerweile viele verschiedenen Variationen die Sauce der Pasta al Limone zuzubereiten.
Die meisten sagen, dass das Originalrezept besteht, nur aus Pastawasser, Olivenöl/Butter, Parmesan, Knoblauch und Zitrone.
Vielleicht darf noch ein Hauch Basilikum oder ein anderes Kraut hinzu. Aber das war es dann auch. Wiederum andere, auch Italiener ergänzen die Sauce noch mit etwas Sahne, um sie noch cremiger zu machen (auch bei mir ist Sahne dabei).
Außerdem gibt es dann noch die Fraktion, die die Sauce statt mit Pastawasser mit Wein und einem Fischsud angießen, was aus einer schnellen Pasta, dann ein Gericht macht, dass schon gut 3 Stunden in der Zubereitung dauern kann.
Spannend zu sehen, wie sich ein Gericht verändern und weiterentwickeln kann. Jeder der Köche ist natürlich von seiner Variante am meisten überzeugt und jede hat absolut seine Berechtigung.
Ich möchte jetzt nicht sagen, dass meine Version die Beste ist. Mir schmeckt sie so und ich hoffe Euch auch.
Das Rezept ist für 4 Personen.

Zutaten für die Linguine al Limone mit Garnelen und Pistazien
Zeitangaben
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 15 Minuten
Einkaufsliste für die Linguine
- 2-3 Bio-Zitronen (Amalfi Zitronen, wenn Ihr bekommt)
- 2 Knoblauchzehen
- 500 g Linguine (ich verwende gerne die Marke Rummo)
- 200ml Kochsahne
- 60 g Frischkäse
- 100 g Parmesankäse
- 80 g Butter
- 150 ml Pastawasser
- 1 Bund Petersilie
- 1 TL Honig
- 2 EL gehackte
- Pistazien
- 10-12 Riesengarnelen
- Olivenöl
- Salz und Pfeffer
- ½ TL Chiliflocken









Zubereitung Linguine al Limone mit Garnelen und Pistazien
Schale von 2 Zitronen abreiben, am einfachsten mit einer Küchenreibe.
Alle Zitronen pressen und den Saft auffangen.
Riesengarnelen aus der Schale befreien und ggfs. Darm entfernen.
Dazu den Rücken vorsichtig von oben nach unten aufschneiden und den schwarzen Darm entfernen. Garnelen im Anschluss kurz mit Wasser ausspülen.
Petersilie waschen und fein hacken.
Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken.
Großen Topf mit 5l Wasser zum Kochen bringen.
Man verwendet pro 100g trockenen Nudeln 1l Wasser. Wenn das Wasser kocht, Salz hinzufügen und Pasta nach Packungsanweisung kochen.
In einer großen Pfanne die Butter hineingeben und den geschnittenen Knoblauch kurz (ca. 1 Minute) anbraten.
Achtung, Knoblauch soll nicht braun werden, sonst wird er bitter.
Sahne und 2/3 des Zitronensafts hinzugeben, kurz aufkochen lassen und dann Hitze reduzieren, sodass die Sauce nur noch köchelt.
Hälfte der Zitronenzeste hinzugeben.
Frischkäse und Parmesan einrühren und 2-3 Minuten köcheln lassen.
Die Sauce soll etwas dicklicher werden.
Petersilie hinzugeben und 1 Schöpfkelle des Pastawassers hinzugeben.
Kurz abschmecken und ggfs. nochmal Zitronensaft, Salz Pfeffer hinzugeben.
Pasta abgießen – die Nudeln sollten noch etwas bissfest sein.
Eventuell nochmal etwas Pastawasser auffangen und in die Sauce geben, falls Sauce zu dick ist.
Die abgetropfte Pasta in die Sauce geben und mit der Sauce vermengen. Nun bei milder Hitze ziehen lassen.
In einer Pfanne mit Butter die Garnelen pro Seite ca. 2 Minuten anbraten.
Die Garnelen sollten in der Mitte noch etwas glasig sein.
Die Garnelen aus der Pfanne auf ein Küchenkrepp geben und mit den Chiliflocken würzen.
Pasta auf Tellern verteilen, je 1 TL gehackte Pistazien darüberstreuen, Garnelen auf die einzelnen Portionen geben und die restlichen Zitronenzesten darüber streuen.
Bei Bedarf noch mit Pfeffer garnieren und auf Wunsch etwas frisch geriebenen Parmesan darüber geben.

Anmerkungen von mir zum Thema Pasta al Limone
Im Übrigen kann man auch relativ einfach eine Art Zitronen-Carbonara machen, wenn Ihr die Sahne mit Ei ersetzt. Dazu ein paar lecker angebratene Speck (Guanciale) Stücke, statt der Garnelen!
Die Pistazien würde ich auch weglassen.
Oder vielleicht lasst sogar die Garnelen drinnen, würfelt sie klein und bratet sie zusammen mit dem Speck an!
Wie Ihr seht, das ist ein Pastagericht, mit dem man absolut kreativ werden kann! Ihr mögt keine Garnelen oder generell Fisch und Meeresfrüchte? Kann Problem, lasst sie einfach weg, das Gericht schmeckt dennoch super lecker.
Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen
Tipps & Tricks
Sollte Ihr nicht alles schaffen, könnt Ihr die Reste wunderbar im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag nochmal erwärmen.
Wobei ich wahrscheinlich dann die Garnelen weglassen würde, weil diese am nächsten Tag etwas „lätschert“ schmecken.
Ihr könnt die Nudeln wunderbar in der Pfanne erwärmen, gebt hier nochmal einen Schuss Zitronensaft und Wasser hinzu, so wird die Sauce wieder etwas geschmeidiger.
Wenn Ihr die Pasta dann etwas variieren möchtet, könnt Ihr auch noch 1-2 Eier hineingeben und damit andicken/verrühren lassen. Ihr habt dann ein neues, leckeres Gericht, das definitiv satt macht!
Mogntratzerl Getränkeempfehlung
Solltet Ihr einen Wein dazu servieren wollen, würde ich Euch einen eher „mineralischen“ Weißwein empfehlen.
Hier würde ich zu einem eher etwas kräftigeren Wein wie Chardonnay oder Weißburgunder tendieren, oder zu einem mittelkräftigem Soave.
Oder wenn Ihr einen schönen Aperitif sucht, probiert doch einen Limoncello-Spritz.
Weitere Rezeptvorschläge
Ihr mögt Pasta mit Käse, sucht aber eher was für die kälteren Tage? Dann empfehle ich Euch mein Herzensgericht, Penne ai quattro Formaggi . Oder es soll schnell und einfach gehen, dann probiert mal Spaghetti aglio e olio.
Ihr sagt, italienisch ist ja lecker, aber nicht schon wieder Pasta?
Dann versucht Tagliata di Manzo ein tolles Stück Rindfleisch vom Grill mit frischem Salat.
Das Mogntratzerl – Extrawissen
Hier gilt als Faustregel pro 100 g getrocknete Pasta soll 1 L Wasser verwendet werden, wenn Ihr zu wenig Wasser verwendet, wird es Euch passieren, dass die Nudeln zusammen kleben.
Nun das Wasser zum Kochen bringen. Dann erst das Nudelwasser salzen, das schont Eure Töpfe, da sich das Salz sonst gerne am Boden festsetzt. Ihr solltet 10 g Salz pro 1l Wasser verwenden. Das Wasser immer probieren, bevor Ihr Nudeln kocht. Das Wasser muss schön salzig schmecken.
Beim Pasta abtropfen lassen immer ein wenig Pastawasser auffangen, kann gut für Eure Nudelsaucen sein.
Pasta muss nicht kalt abgeschreckt werden oder nach dem Kochen mit Öl vermengt werden, damit sie nicht zusammenkleben.
Die gekochte Pasta am besten nach dem Kochen in eine Pfanne mit Eurer Nudelsauce geben und nochmal final durchschwenken, hier ggfs. noch etwas Eures Pastawassers hinzugeben.
Am besten und einfachsten verwendet man ein größeres Messer mit einer sehr scharfen Klinge, sodass Ihr die Kräuter wirklich hackt und nicht zerquetscht. Immer ein kleines Bündel an Kräuter nehmen und mit einer kleinen Wiegebewegung des Messers die Kräuter hacken. Hier am einfachsten eine Hand am Griff und die Zweite unten an der Messerspitze auflegen und vorsichtig sanfte auf und ab Bewegungen durchführen. Oder Ihr rollt Eure Kräuter und schneidet sie dünn. Anbei mal ein kleines Video, um es zu verdeutlichen.
- Petersilie: Petersilie soll den Blutzuckerspiegel senken und kann Krämpfe lösen. Sie soll abführend wirken und antibakteriell sein. Angeblich ist Petersilie auch gut gegen Falten und Cellulite.
- Dill: Dill regt die Verdauung an und ist reich an Antioxidantien und schützt den Körper vor Stress. Er soll entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken und ebenso die Zellgeneration unterstützen.
- Estragon: Estragon wirkt durch die ätherischen Öle krampflösend und fördert die Verdauung. Ebenfalls soll Estragon appetitanregend wirken. Ebenfalls soll es Menstruationsbeschwerden lindern und bei leichten Zahnschmerzen helfen.
- Basilikum: Basilikum baut Stress ab und lindert Gelenkschmerzen sowie Entzündungen.
- Koriander: Wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend, ebenfalls wirkt Koriander antibakteriell und soll die Durchblutung fördern. Koriander ist appetitanregend und bringt Leber und Darm in Schwung. Noch dazu soll Koriander den Blutzuckerspiegel senken.



