Semmelknödel - Querformat

Semmel- und Brezenknödel

Semmelknödel, Brezenknödel oder Knödel generell gehören einfach zu Bayern wie der weiß-blaue Himmel. Also somit ein wahrer Klassiker der alpinen Küche!
Ebenfalls in Österreich und Südtirol sind Knödel einfach ein unverzichtbares Element auf dem Speiseplan. Ob als Beilage zu einem herzhaften Braten oder als eigenständiges Gericht, Semmelknödel und Brezenknödel bringen mit ihrem rustikalen Charme jedes Gericht zum Strahlen. Die Kombination aus frischen Semmeln oder Brezen und aromatischen Kräutern oder vielleicht sogar ein paar Schwammerln – Knödel sind einfach ein wahrer Hochgenuss.

Und mal ganz ehrlich, wer kennt es nicht: Im Brotkorb liegen noch die alten Frühstückssemmeln vom Wochenende und ach ja und auch noch die Brezen – leider alles trocken und teilweise steinhart.
Also weg damit… STOP!!!!
Denn nichts ist besser als altbackene Semmeln oder Brezen, um daraus leckere Knödel zu machen.
Denn jetzt sind die Backwaren genau richtig für Semmelknödel oder eben für Breznknödel oder eben gemischte Knödel. 

Inhaltsverzeichnis

Woher kommt der Semmelknödel eigentlich?

Der Knödel hat eine ziemlich lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich stammt er aus der deutschen und österreichischen Küche.  In den Alpenregionen, wie Bayern, Österreich und Südtirol, ist der Knödel besonders beliebt und ist ein absoluter Bestandteil der traditionellen Küche und einfach nihct wegzudenken.

Die genaue Herkunft des Knödels ist jedoch ein wenig schwer zu bestimmen, da es doch auch in einigen weiteren europäischen Ländern auch Knödel, Klöße oder Knödelchen zu finden sind. In Italien zum Beispiel als „Gnocchi“ oder in der tschechischen Küche als „knedlíky“.
In Bayern und Österreich ist der Knödel vor allem durch seine vielfältigen Varianten wie Semmelknödel, Kartoffelknödel und Fleischknödel bekannt geworden. 
Natrürlich ist der Knödel auch in ganz Deutschland bekannt, aber irgendwie steht Bayern doch für Semmelknödel in welcher Form auch immer.

In Bayern, wurde der Knödel ursprünglich aus übrig gebliebenem Brot oder alten Semmeln zubereitet, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Eigentlich trifft das ja auch heute immer noch zu.
Dieses früher „Arme-Leute-Essen“ hat sich über Jahrhunderte hinweg zu einer beliebten Beilage entwickelt, die heute zu fast jedem traditionellen Gericht serviert wird.

Der Knödel ist bei uns ein Symbol für Heimat, Tradition und einfache, aber köstliche Hausmannskost.

Knödel als Festtagsgericht – Ein Symbol der Gemütlichkeit

Knödel haben sich mittlerweile nicht nur als Alltagsgericht gemausert, sondern sind auch ein fester Bestandteil der Festtagsküche in vielen Regionen Bayerns.

Besonders zu Anlässen wie Weihnachten, Ostern oder regionalen Feiertagen kommen sie auf den Tisch und verströmen sofort eine heimelige Atmosphäre. Traditionell werden zu festlichen Mahlzeiten Knödel aus feinsten Zutaten wie frischen Semmeln, Kräutern und Butter zubereitet und oft in Verbindung mit Braten oder Wildgerichten serviert.
Der Semmelknödel in Kombination mit einer reichhaltigen Sauce ist dabei ein echtes Highlight auf jeder Festtafel. Doch nicht nur in der traditionellen Küche, sondern auch bei modernen Feierlichkeiten und Familienfesten sind Knödel ein Symbol für Gemütlichkeit und Gemeinschaft. Sie verkörpern das, was gute Küche ausmacht – herzhaft, unkompliziert und immer eine Freude für den Gaumen.
In Österreich gibt es sogar das St. Johanner Knödelfest, hier werden am längsten Knödeltisch über 20 verschiedene Knödelvarianten serviert und ein ganzes Spektakel mit Musik, Tanz und guter Laune rund um den Knödel zelebriert.

Also wer kann denn da bitte schon zum Knödel nein sagen?

Das Rezept ist für 4 Personen.

Knödeltris

Zutaten für richtig leckere Semmelknödel

Zeitangaben

Vorbereitungszeit: 40 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten 

Einkaufsliste für Semmel und Brezenknödel

  • 5 alte Backwaren (Semmeln, Brezn, Brot)
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel
  • 250ml Milch
  • 3 Eier
  • 1/2 TL Muskat
  • Zitronenzeste von einer Biozitrone
  • Salz, Pfeffer
  • Semmelbrösel

So werden die Knödel zubereitet

Zunächst die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
Die Petersilie waschen, trockenschütteln und  fein hacken.
Schwitzt die Zwiebel und die Petersilie nun in einer kleinen Pfanne mit Butter an, dann etwas auskühlen lassen.
Währenddessen schneidet ihr die Backwaren ,also Semmeln oder Brezen, oder beides, in ca. 1-2 cm Würfel klein.
Am einfachsten geht das mit einem Hobel.
Und wer es noch viel einfacher haben möchte – der kauft gleich Knödelbrot, das ist schon geschnitten.

Die geschnittenen Backwaren gebt jetzt in eine wirklich große Schüssel. Dann die angeschwitzten Zwiebel und Petersilie dazu geben.

Damit die Knödel etwas frischer schmecken, gebe ich gerne etwas Zitronenzeste hinzu, ist kein Muss, geben dem Ganzen aber eine schöne Extra-Note. 
Salz, Pfeffer und Muskat  können auch schon beigemischt werden.

Milch mit den Eiern vermengen und über die Mischung geben. Etwas durchmengen und ca. 20 Minuten ruhen lassen.
Ich mische es immer wieder mal durch. 

Nach der Ruhezeit einen Topf mit Salzwasser auf den Herd stellen und erhitzen – nicht kochen lassen!

Nun den Teig etwas kneten und in der Hand zu Knödel formen. Ist der Teig zu nass, könnt Ihr etwas Semmelbrösel beimischen bis der Knödel „kompakt“ wirkt.

Die Knödel mit der Schöpfkelle in den Topf setzen und 20 Minuten ziehen lassen. Jedoch ja nocht zum Kochen bringen, sonst fallen Euch die Knödel auseinander.

Am Besten immer erstmal einen Probeknödel machen und sehen, ob der im Wasser hält!

Wenn die Knödel an die Oberfläche treiben, mit der Schöpfkelle herausholen und in eine Schüssel geben – e voila, fertig sind die Knödelchen.

Semmelknoedel-Hochformat

Anmerkungen von mir 

Warum sollte ich den Teig mit Semmelbrösel auffüllen wenn er zu nass ist und nicht mit Mehl? Ganz einfach, weil der Knödel sonst zu teigig wird und einfach mehlig schmeckt. Das passiert mit Semmelbrösel nicht.

Achtet bitte wirklich darauf, dass das Wasser für die Knödel nur heiß ist, aber nicht kocht. Denn sonst kann es passieren, dass Ihr keine Knödel aus dem Topf holt sondern Brei. Lieber nochmal kurz abwarten, dass sich die Hitze reduzieren kann.

Ihr habt keine alten Semmeln oder Brezen? Dann schaut doch mal bei Eurem Bäcker vorbei. Manche geben sogar einen Rabatt, wenn man erst am Abend die „alten“ Semmeln einkauft einkauft. Oder Ihr kauft eben direkt Knödelbrot.

Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen 

Tipps & Tricks für den perfekten Semmelknödel

Achte darauf, dass die Semmelknödelmasse nicht zu trocken oder zu nass wird. Sollte die MAsse zu feucht sein, gib wie oben schon erwähnt etwas Semmelbrösel hinzu. Sollte die Masse zu trocken sein, dann gib bei Bedarf noch etwas Milch hinzu. Der Teig sollte gut formbar sein, ohne auseinanderzufallen.
Du mäöchtest mit dem Aroma der Knödel etwas spielen? Dann gib doch einfach mal statt der Petersilie etwas Thymian, Salbei oder Majoran hinzu. Allerdings immer darauf achten, dass die Kräuter fein gehackt sind.
Es darf noch etwas augefallener sein? Dann schneide ein paar frische Pilze mit in die Masse, brate die Pilze mit den Zwiebel vorher einfach auch kurz an.
Die Knödel solltem alle die gleiche Größe haben, so dass sie alle gleichzeitig garen können.

Die besten Getränke den schmackhaften Knödeln

Ein Klassiker, wie die Knödel selbst, ist jetzt natürlich ein schönes kühles Bier dazu zu trinken. Bei Bier darf es gerne ein Helles oder ein Dunkles sein und  natürlich auch wer möchte ein schönes Weißbier.
Bei Wein würde ich sagen kommt es natürlich auch ein wenig darauf an, was Ihr zu dem Knödel dazu esst. Bei Gulasch oder Schweinebraten würde ich jetzt einen Zweigelt oder einen Pinot Noir dazu trinken.
Darf es etwas hochprozentiger sein? Dann solltet Ihr einen Onstler oder einen Kräuterschnaps zum Knödel genießen.
Wer keinen Alkohol trinken möchte, der sollte mal eine schöne Apfelschorle oder eine Rhabarbarschorle zu seinem Knödelgericht genießen. 

Weitere Klassiker aus der alpenländischen  Küche

Knödel pasen wunderbar als Beilage zum Schweinebraten, oder können weiter verwendet werden im Tiroler Gröstl oder auch als Sauer eingelegte Knödel mit Essig und Öl gennossen werden. Ach ja und Rahmschwammerl gehen natürlich auch immer zu Knödeln. Wer mal eine absere Knödelvariante versuchen möchte, der sollte mal Rote-Bete-Knödel mit Parmesan versuchen.  Ach ja und bei Kindern (und bei mir) auch immer ein Renner: Einfach nur Knödel mit Sauce.
Wem das jetzt genug Knödel Rezepte waren, der kann auch ein Hähnchen auf dem Heubett versuchen – Ein tolles Grillrezept.

Häufig gestellte Fragen zum Semmelknödel

Knödel können ganz einfach eingefroren und problemlos wieder aufgetaut werden. Hierzu die bereits gekochten und angekühlten Knödel in einen Gefrierbeutel geben und gut verschloßen einfrieren.

Knödel sollten in nur leicht köchelndem Wasser etwa 15-20 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Achte darauf, dass das Wasser nicht sprudelnd kocht, da die Knödel sonst auseinanderfallen könnten.

Knödel können auseinanderfallen, wenn der Teig zu feucht oder zu locker ist. Achte darauf, dass du nicht zu viel Flüssigkeit hinzufügst und dass der Teig gut durchmischt und fest genug ist. Bei Bedarf kannst du auch mehr Semmelbrösel hinzufügen.

Andy Kanarenkreuzfahrt
Andy
„Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst.“ François de La Rochefoucauld

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