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Ich habe mich sehr gefreut, als ich in dem neuen „wagamama – your way“ Kochbuch, erschienen im Christian Verlag, ein Rezept für Gyoza in Kombination mit einer Nudelsuppe (Ramen) gefunden habe.
Ich bin halt ein alter Suppenkasperl und die Teigtaschen sind einfach zu lecker, von daher war die Kombination für mich perfekt.
Aber was sind denn nun Gyoza?
Gyoza sind japanische Teigtaschen, die meist mit Schweinehack oder vegetarisch gefüllt werden. Momentan erleben sie bei uns gerade einen richtigen Hype. Was bei uns der Fondueabend im Winter ist, ist bei den Japanern die Gyoza Party. Hier stellen sie alle Zutaten auf den Tisch und jeder Gast belegt und faltet sich seine eigene Teigtasche. Diese werden dann gedämpft und angebraten und mit einem leckeren Chili-Dip serviert.
Ein Rezept, bei dem man für die Teigtaschen etwas Geduld benötigt, sich aber zu 100 % auszahlt
Das Wort Ramen hat seinen Ursprung in China und heißt so viel wie handgezogene Nudeln. Vor einigen Jahren ging der „Run“ auf Ramen Suppen bei uns los. Mittleiweile gibt es einige Restaurants/Streetfood Läden, die sich teilweise bei uns darauf spezialisiert haben.
Auch wenn man diese Nudeln gerne den Japanern zurechnet, stammen sie im Ursprung aber von den Chinesen. Gerne sagen wir auch zu der ganzen Nudelsuppe Ramen, auch wenn im eigentlichen Sinne nur die Nudeln gemeint wären.
Steve Mangleshot hat in seinem neuen Kochbuch eine sehr leckere Variante der Gyoza Ramen Suppe (Yasai=Gemüse), die ich unbedingt ausprobieren musste.
Meine Teigtaschen/Gyoza waren zwar nicht so schön gefaltet wie seine, sondern einfach nur übereinander gelegt. Was vielleicht bei der Optik einen Punkt Abzug bei mir geben könnte, was aber am Geschmack mit Sicherheit nichts geändert hat.
Und der war, echt einfach nur lecker!
Eine tolle Suppe, mit vielen leckeren Gewürzen, einfach super aromatisch.
Manche der benötigten Zutaten waren in der Tat nicht ganz so einfach im Supermarkt zu erhalten, jedoch Online problemlos.
Ich habe darauf verzichtet, den Gyoza Teig selbst herzustellen (auch wenn ein Rezept hierfür im Buch gewesen wäre), ich habe WanTan Teigblätter gekauft. Was aber auch sehr gut funktioniert hat.
Dadurch habe ich ein wenig mehr Gyoza aus meinem Teig und Füllung bekommen, worüber ich aber gar nicht traurig war.
Ein Gericht, das ich wirklich gerne jedem empfehle, der asiatische Küche liebt und genauso Suppen vernarrt ist wie ich.
Das Rezept ist für 2 Personen.

Zutaten für die Yasai-Gyoza-Ramen
Zubereitungszeit
Für die Yasai-Gyoza
- 150g fester Tofu, gewürfelt
- 50g Edamame
- 30g Wasserkastanien, fein gehackt
- 30g rote Adzukibohnen, gewaschen und abgetropft
- 2 Frühlingszwiebel, fein geschnitten
- 1 TL gemahlener Kurkuma
- 1/2 TL Sojasauce
- 1 EL Amai-Sauce (Rezept im Kochbuch)
- 1 EL Pflanzenöl
- 1 Prise Salz
- 10 WanTan Teigblätter (Rezept für Gyoza-Teigblätter im Kochbuch)
Für die Ramen-Suppe
- 10 gedämpfte Yasai-Gyoza
- 1 Pak Choi
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 TL Shichimi-Pulver
- 2 Portionen vegane Nudeln (es gehen aber auch Glasnudeln, Eiernudeln, o.ä.)
- 600ml Gemüsebrühe
- 2 EL vegane Woksauce
- 3 EL vegane Chili-Sambal-Paste (Rezept im Kochbuch)
- 2 Frühlingszwiebeln, in sehr feine Streifen geschnitten
- 5g (1 TL) Koriandergrün
- 1 TL Chiliöl

Zubereitung der Yasai-Gyoza-Ramen
Geschnittenen Tofu in eine Schüssel geben.
Die Edamame 2-3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen, grob pürieren und in die Schüssel geben.
Die Wasserkastanien, die roten Adzukibohnen, die Frühlingszwiebeln, dem Kurkuma, die Sojasauce, die Amai-Sauce und 1 Prise Salz dazugeben und gut durchmischen.
Die Gyoza-Teigblätter auf einem Schneidebrett stapeln und zugedeckt lassen, bis sie verwendet werden. Eine kleine Schüssel Wasser bereitstellen, um die Gyoza später zu verschließen.
Ein Gyoza-Teigblatt nehmen, 1 TL Füllung in die Mitte platzieren, den Rand mit Wasser befeuchten und die Teigtaschen verschließen, indem der Teigrand angedrückt wird. Mit den restlichen Gyoza wiederholen. Wenn alle Gyoza befüllt sind, im Kühlschrank kalt stellen,
Die Gyoza bei niedriger bis mittlerer Temperatur in eine leicht eingeölte Pfanne mit Deckel geben und ein paar EL Wasser dazugeben. Die Gyoza bei aufgesetztem Deckel etwa 5-6 Minuten dämpfen, bis der Teig durchsichtig wird. Sobald das gesamte Wasser verdampft ist, einen Schuß Öl über die Gyoza gießen und braten, bis sich die Unterseite goldbraun verfärbt.
Die Gyoza warmhalten, während die restlichen Zutaten zubereitet werden.
Den Pak Choi der Länge nach halbieren, gut waschen, um jeglichen Schmutz zwischen den Blättern zu entfernen und anschließend abtropfen lassen.
Einen Schuß Öl in der Pfanne erhitzen, die Pak-Choi-Hälften hineingeben und 1 Minute braten. Der Pak-Choi sollte leicht verkohlt aussehen. Sobald er gar ist, mit Shichimi-Pulver bestreuen, beiseitestellen und warm halten.
Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
Die Woksauce in die Gemüsebrühe einrühren, bis sie gut vermengt sind.
Die gekochten Nudeln in zwei heiße Schüsseln geben und die Brühe darüber gießen.
Die Yasai-Gyoza und den gerösteten Pak-Choi auf den Nudeln mit etwas veganer Chili-Sambal-Pasta anrichten.
Mit den Frühlingszwiebeln und dem Koriandergrün garnieren und mit einem Schuss Chiliöl beträufeln.



Anmerkungen von mir
Ein wirklich tolles Gericht, ich hab es mir an der einen oder anderen Ecke etwas einfacher gemacht, in dem ich z.B. einen fertigen WanTan Teig gekauft habe, anstatt ihn selber laut Rezept herzustellen. Was für mich persönlich auch völlig in Ordnung war.
Die ein oder andere Zutat war in der Tat etwas schwierig zu erhalten und ich musst auf Online-Bestellungen zurückgreifen. Von daher plant rechtzeitig den Einkauf für dieses Rezept.
Es war aller Shopping-Mühe wert! Eine absolut leckere, aromatische Suppe, die an Streetfood Suppen aus Asien erinnert hat.
Mit Sicherheit ein Gericht, dass immer wieder auf unserem Speiseplan stehen wird.
Wenn dich interessiert, wie mir das Kochbuch gefallen hat, und welche Gerichte Du sonst noch in dem Kochbuch findest, dann schau doch einfach mal unsere Bewertung zu „wagamama your way“ an.
Wir haben ebenfalls noch ein weiteres Gericht ausprobiert, von dem wir total begeistert waren. Resteküche der Extraklasse! Ein tolles Rezept für Nasi Goreng aus „Wagamama your way„.



