Focaccia mit Tomate und Olive auf Brotzeitbrett Titel

Focaccia mit Oliven & Tomaten – einfaches Rezept mit Aroma wie aus Italien

Manchmal braucht’s gar nicht viel, um ein bisschen Urlaubsgefühl auf den Tisch zu bringen – ein gutes Olivenöl, reife Tomaten, ein paar reife Oliven… und schon duftet die Küche wie irgendwo zwischen Ligurien und Südtirol. Bei uns gibt’s Focaccia gerne dann, wenn der Tag ruhig begonnen hat und man sich Zeit nehmen kann für einen Teig, der dann über Nacht im Kühlschrank schlummert.

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Versuch: ein Sonntag, draußen hat’s geschüttet wie aus Eimern, der Ofen lief, und das halbe Blech wurde direkt aus der Hand gegessen – mit warmem Käse, einem Glas Rotwein und meiner Mama, die die salzigen Oliven rausgepickt hat. Seitdem ist’s bei uns ein Klassiker. Mal als Beilage zum Grillen, mal einfach nur so mit einem Kräuterdip oder etwas Pesto dazu.

Was ich an dieser Variante mit Oliven und Tomaten besonders mag: Sie bringt alles mit, was man sich von einem guten Brot wünscht – außen knusprig, innen fluffig, mit ordentlich Geschmack und diesen kleinen aromatischen Einschlüssen, die beim Reinbeißen richtig Freude machen. Und mit ein bisschen Vorlauf ist das Rezept auch wirklich gelingsicher – ganz ohne großes Hexenwerk.

Also: Wenn bei Euch mal ein bisschen mediterraner Wind durch die Küche wehen soll, dann lasst dem Teig ein bisschen Ruhe, schnippelt ein paar gute Zutaten klein – und freut Euch auf den Duft, der sich beim Backen im ganzen Haus verteilt. Ganz ehrlich: Das macht einfach Laune.

Inhaltsverzeichnis

Was ein gutes Focaccia-Rezept ausmacht

Focaccia mit Tomate und Olive ist aber auch einfach zu lecker und wirklich unkompliziert. Warum mach ich das dann nicht öfters selbst? Eine sehr gute Frage die ich mir leider selbst nicht beantworten kann.

Warum backt man nicht mal öfters Brot selbst zu Hause? Zu faul, keine Zeit, oder eines schnell beim Bäcker oder Supermarkt kaufen ist viel einfacher. Ja, alles irgendwo richtig, dennoch kann man, wenn man ein tolles und leckeres Brot selbst gebacken hat doch auch einfach stolz darauf sein! So was leckeres, wunderbar duftendes und herrliches wie frisches Brot einfach ist! Aufschneiden wenn es frisch gebacken ist und genießen. Manchmal sind es die „kleinen“ Dinge, die einen doch einfach glücklich machen können, oder? Ich bin es dann zumindest.

Aber was braucht es denn nun für ein richtig gutes Focaccia?
Ein richtig gutes Focaccia lebt von drei Dingen: einem geschmeidigen Teig mit genug Zeit um sich zu entfalten, hochwertigem Olivenöl und aromatischen Toppings, die dem Ganzen Charakter geben.
Die Kunst liegt nicht im Aufwand, sondern in der Geduld – besonders, wenn der Teig über Nacht im Kühlschrank ruht und so sein ganz eigenes Aroma entwickelt. Das sorgt nicht nur für eine besonders luftige Krume, sondern auch für diese feine Balance zwischen Würze und milder Hefenote.

Die Kombination aus Oliven und Tomaten bringt zusätzlich Farbe und Geschmack ins Spiel – und ist damit nicht nur optisch ein Genuss. Wer mag, kann das Grundrezept ganz leicht abwandeln: mit frischen Kräutern, grobem Meersalz, geröstetem Knoblauch oder sogar hauchdünn geschnittenem Fenchel. So wird aus einem einfachen Brot ganz schnell ein echtes Highlight auf dem Tisch.

Warum die lange Teigruhe bei Focaccia so wichtig ist

Geduld zahlt sich aus – gerade beim Focaccia-Teig. Eine lange Teigruhe im Kühlschrank sorgt nicht nur für mehr Geschmack, sondern auch für eine bessere Struktur. Durch die kühle Fermentation kann sich das Klebergerüst ganz in Ruhe entwickeln, was später für diese luftige, fast schon wolkenartige Krume sorgt. Gleichzeitig entstehen milde Säuren und Aromen, die das Brot bekömmlicher und geschmacklich runder machen.

Wer also die Zeit hat, lässt den Teig über Nacht – oder sogar bis zu 48 Stunden – im Kühlschrank ruhen. Vor dem Backen sollte er dann wieder Zimmertemperatur annehmen dürfen. Das Ergebnis: außen schön knusprig, innen saftig und voller feiner Aromen – so, wie eine Focaccia eben sein soll.

Das Rezept ist für 1 Focaccia

Focaccia mit Tomate und Olive Zutaten

Zutaten für die Focaccia mit Oliven und Tomaten

Zeitangaben

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Teigruhe: 24 Stunden
Backzeit: 45 Minuten 

Einkaufsliste für die Focaccia mit Tomate und Olive

So gelingt euch die saftige Focaccia Schritt für Schritt

Da der Teig 24 Stunden ruhen soll, müsst Ihr den Teig bereits am Vortag zubereiten.

Tomaten auf dem Öl nehmen und abtropfen lassen. Die Oliven und die Tomaten dann in kleine Stücke schneiden und zur Seite legen.

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte machen, das Salz in die Mulde geben.

Die Hefe in einer kleinen Schüssel zerbröseln und mit 1 EL lauwarmen Wasser vermischen, so dass sie flüssig wird.  

Die flüssige Hefe in die Mulde zum Mehl geben, nach und nach das lauwarme Wasser hinzufügen und den Teig gut vermengen. Entweder mit der Hand oder einem Holzkochlöffel.

Wenn das ganze Wasser verarbeitet ist, den Teig aus der Schüssel nehmen und per Hand kneten, biss er zu einer gleichmäßigen Masse wird. Die Teigoberfläche sollte anfangen etwas zu glänzen.

Den Teig nun vorsichtig ausbreiten und Tomaten und Oliven hinzugeben, leicht einarbeiten. Eine Kugel formen. Die Kugel in eine Schüssel geben, die mit Olivenöl ausgeschwenkt ist.

Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und dann für 24 Stunden in den Kühlschrank geben. Die Schüssel sollte groß genug sein, da der Teig im Kühlschrank aufgeht.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ihn für weitere 60 Minuten bei warmer Zimmertemperatur oder im Backofen bei 30°C gehen lassen.

Den Edelstahl Behälter gut mit Olivenöl einstreichen.

Den Focaccia Teig mit Tomate und Olive in den Behälter geben und darin etwas zu einem Rechteck ausbreiten. Mit den Fingerspitzen kleine Mulden in den Teig eindrücken.

Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze aufheizen.

Eine kleine, hitzebeständige Schüssel Wasser auf den Boden des Backofens stellen, dass Focaccia mit Oliven und Tomate im Behälter in den Backofen stellen und für 45 Minuten backen.

Das Focaccia aus dem Ofen und dem Behälter nehmen, kurz auskühlen lassen.

Focaccia mit Tomate und Olive auf Brotzeitbrett

Wissenswertes rund um Teig, Toppings & Backzeit

Ihr möchtet in Euer Focaccia lieber Nüsse, kein Thema. Hackt einfach ein paar Walnüsse in grobe Stücke und gebt sie hinzu. Schmeckt übrigens auch ganz toll in der Kombination mit Tomaten. Übrigens super lecker ist, wenn Ihr auf das frische Brot ein wenig Pesto gebt.

Bei der Mehlwahl lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen: Weizenmehl Typ 550 oder ein italienisches Tipo 00 sorgen für eine besonders feine Krume und gute Klebereigenschaften – perfekt für eine luftige Focaccia. Wer’s gerne besonders saftig mag, darf sich vom leicht klebrigen Teig nicht abschrecken lassen. Eine hohe Hydration ist hier ausdrücklich erwünscht und gibt dem Brot später seine typische Struktur. Je nach Mehlsorte kann es sein, dass ihr etwas mehr oder weniger Wasser braucht – am besten also immer mit Gefühl arbeiten.

Die Tomaten bringen Frische und Farbe ins Spiel, sollten aber gut vorbereitet sein: Solltet Ihr lieber frische Tomaten verwenden wollen, dann halbiert diese am besten, leicht salzen und abtropfen lassen oder kurz anrösten, damit die Focaccia später nicht zu feucht wird. Auch beim Backen selbst gibt es Spielraum – ob auf dem klassischen Blech, im Backrahmen oder in einem gut geölten Gusseisenbräter: Hauptsache, der Teig bekommt genug Platz, um sich auszubreiten.

Falls mal ein Stück übrigbleibt (was selten passiert), lässt sich die Focaccia wunderbar einfrieren. Nach dem Auftauen einfach kurz im Ofen aufbacken – so wird sie außen wieder schön knusprig und innen herrlich weich.

Ein gutes Olivenöl ist bei der Focaccia fast so wichtig wie der Teig selbst. Je fruchtiger und kräftiger es ist, desto aromatischer wird das Ergebnis. Wer mag, kann den Teig vor dem Backen großzügig mit Öl einpinseln und mit den Fingerspitzen kleine Mulden drücken – das gibt nicht nur Struktur, sondern sorgt auch dafür, dass sich Öl, Kräuter und Tomatensaft wunderbar in den Vertiefungen sammeln. Für eine besonders rustikale Kruste hilft es, den Teig am Ende noch einmal mit ein wenig Mehl zu bestäuben und kurz vor dem Backen grobes Meersalz darüberzustreuen.

Die passenden Mogntartzerl-Empfehlungen 

Praktische Küchentipps für perfekte Focaccia-Momente

Ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört bei Focaccia einfach dazu – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer den Teig nach der langen Gare direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet, wird schnell merken: Mit ein wenig Zeit bei Zimmertemperatur lässt sich der Teig viel leichter in Form bringen und entwickelt beim Backen ein schöneres Volumen. Und bitte: kein Nudelholz! Die Luftblasen, die sich in der langen Ruhephase gebildet haben, sollen ja drinbleiben. Also lieber mit den Fingern sanft in Form drücken – das sorgt für die typische, unregelmäßige Struktur.

Für die Arbeitsfläche empfiehlt sich etwas griffigeres Mehl oder ein wenig Hartweizengrieß. So bleibt der Teig nicht kleben und bekommt zusätzlich eine leicht rustikale Unterseite. Wichtig ist auch der Backofen: Der sollte gut vorgeheizt sein, mindestens 190 Grad. Wer mit Pizzastein oder gusseisernem Blech arbeitet, kann damit die Kruste noch einmal ordentlich aufwerten.

Besonders raffiniert wird’s, wenn ihr das Olivenöl vor dem Backen aromatisiert – zum Beispiel mit frischem Rosmarin, Thymian und ein wenig Knoblauch. Damit bepinselt, bekommt die Focaccia nicht nur mehr Geschmack, sondern auch diesen appetitlich goldenen Glanz. 
Und falls ihr Gäste erwartet: Die Focaccia lässt sich wunderbar vorbereiten, vorbacken und kurz vor dem Servieren auf dem Grill oder im Ofen nochmals aufwärmen. So schmeckt sie fast wie frisch gebacken – perfekt für den Sommerabend mit einem Glas Wein in der Hand.

Was gut zur Focaccia passt – die Mogntratzerl Getränkeauswahl

Zur mediterranen Focaccia mit Oliven und Tomaten passen Getränke, die den Geschmack der Zutaten nicht überdecken, sondern ergänzen – egal ob mit oder ohne Alkohol. Besonders harmonisch wird’s mit einem trockenen Weißwein, etwa einem Vermentino aus Ligurien oder einem Südtiroler Sauvignon Blanc. Die feine Säure und die Fruchtigkeit dieser Weine passen wunderbar zur leichten Salzigkeit der Oliven und dem Aroma sonnengereifter Tomaten. Auch ein gut gekühlter Roséwein macht sich hervorragend – vor allem, wenn die Focaccia beim Grillen oder Picknick serviert wird.

Für alle, die es etwas spritziger mögen, bietet sich ein klassischer Aperitif an: Aperol Spritz, Hugo oder ein selbstgemachter Limoncello mit Mineralwasser bringen Frische und Farbe auf den Tisch. Wer es alkoholfrei mag, greift zur hausgemachten Zitronenlimonade oder zu einem Eistee mit Minze und Zitrone – beides erfrischend und leicht. Auch eine Schorle mit Waldmeistersirup oder ein Tomatensaft mit etwas Zitronensaft und Tonic können eine interessante, herzhafte Begleitung sein – besonders, wenn die Focaccia nicht nur als Beilage, sondern als Hauptgang auf den Tisch kommt.

Ob Wein, Limo oder etwas Ausgefalleneres: Hauptsache, es passt zur entspannten Atmosphäre, die so ein rustikales, aromatisches Brot mit sich bringt.

Mehr Ideen aus der Backstube und mediterranen Küche

Hier ein Rezept für ein leckeres Bärlauch Pesto, oder warum denn nicht mal mit Schnittlauchblütenbutter das Brot bestreichen. Ihr seid im Brotfieber? Dann versucht doch auch mal ein Stockbrot mit Speck, was besonders über offenem Feuer gegart.  Oder habt Ihr schon mal die italienischen Taralli probiert, einfach nur zum Wegsnacken! Um auch in Italien zu bleiben, zu einem Vitello Tonnato passt die Focaccia ganz wunderbar, auch zu einem Tagliata di Manzo. Und was dasrf in Italien nie fehlen? Richtig die Pasta, deswegen noch 2 Pasta Rezepte für Euch. Einmal die leckere, sommerlichen Linguine al limone mit Garnelen und eine traditionelle würzige  Pasta mit Kichererbsen und Tomaten. Also genießt „il dolce far niente“  und dias italienische Lebensgefühl!

Häufige Fragen rund um Focaccia, Teig & Backtipps

Für eine richtig knusprige Kruste ist ein gut vorgeheizter Ofen entscheidend – am besten mindestens 220 °C Ober-/Unterhitze. Wer mit einem Pizzastein oder einem vorgeheizten Backblech arbeitet, verstärkt den Effekt zusätzlich. Vor dem Backen darf der Teig gerne großzügig mit Olivenöl bepinselt werden, das sorgt für goldene Farbe und extra Knusper. Ein kleiner Trick: In den ersten Minuten etwas Wasserdampf im Ofen erzeugen (z. B. mit einer feuerfesten Schale Wasser), danach trocken weiterbacken – so wird die Oberfläche schön knackig.

Am besten hält sich Focaccia in einem Baumwoll- oder Leinenbeutel, alternativ auch locker in Backpapier eingeschlagen. So bleibt die Kruste relativ lange knusprig und das Innere saftig. Im Kühlschrank wird sie schnell trocken, daher besser bei Zimmertemperatur aufbewahren. Frisch gebacken schmeckt sie natürlich am besten, bleibt aber gut verpackt rund zwei Tage genießbar. Wer ein Stück übrig hat, kann es am nächsten Tag kurz im Ofen aufbacken – dann ist die Focaccia fast wie frisch gebacken.

Ja, Focaccia lässt sich problemlos einfrieren. Am besten wird sie dafür in Stücke geschnitten und luftdicht verpackt. Beim Auftauen einfach kurz bei Zimmertemperatur liegen lassen und anschließend ein paar Minuten im heißen Ofen aufbacken – so wird die Kruste wieder knusprig und das Innere weich. Wichtig ist, dass das Brot vollständig ausgekühlt ist, bevor es eingefroren wird, damit sich kein Kondenswasser bildet.

Nadine
Nadine
„Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen“ Dalai Lama
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